EU-Staatschefs drÀngen Selenskyj zu KorruptionsaufklÀrung
21.05.2026 - 08:45:02 | dts-nachrichtenagentur.deIm Rahmen der AffĂ€re war vergangene Woche der ehemalige PrĂ€sidentenberater Andrij Jermak festgenommen worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) meldete sich danach persönlich bei Selenskyj und machte in einem ausfĂŒhrlichen TelefongesprĂ€ch deutlich, dass die Ukraine mit der KorruptionsaffĂ€re an einem Scheideweg stehe. Ăhnliche GesprĂ€che fĂŒhrten der französische StaatsprĂ€sident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen. Wenn die Ukraine eine Perspektive auf einen EU-Beitritt haben wolle, dann mĂŒsse rechtsstaatlich aufgeklĂ€rt werden, wie weit die AffĂ€re in die Spitze des Staates reiche, hieĂ es.
Nach den Ermittlungen der ukrainischen Antikorruptionsbehörde sollen mehrere Ex-Minister in die AffĂ€re verwickelt sein. Ein Ring von hochrangigen Ukrainern im Umfeld von Selenskyj soll offenbar mehr als 112 Millionen Dollar an Schmiergeldern rund um Auftragsvergaben des gröĂten staatlichen Energiekonzerns der Ukraine kassiert haben. Vergangene Woche nahmen die Ermittler Jermak, Selenskyjs langjĂ€hrigen engsten Vertrauten und Berater, fest. GegenĂŒber der "Zeit" wies Jermaks Anwalt sĂ€mtliche VorwĂŒrfe zurĂŒck. Die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten seien "falsch".
Harsche Kritik ĂŒbte der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) an der offenkundigen Bestechlichkeit von Teilen der ukrainischen Eliten, durch die Energieprojekte verzögert wurden. Korruption sei immer ein riesiges Problem, sagte Habeck der "Zeit". Aber in dieser Situation das Werk der Russen zu tun, das sei ehrlos.
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