Hessen, BRN

LĂ€nder rechnen mit Milliardenkosten fĂŒr höhere Beamtenbesoldung

14.05.2026 - 13:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die LĂ€nder mĂŒssen in den kommenden Jahren Hunderte Millionen zusĂ€tzlich ausgeben, um ihre Beamten nach einem Beschluss des Verfassungsgerichts ausreichend zu bezahlen.

Polizeibeamte (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Polizeibeamte (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das ergibt eine Umfrage des "Spiegel" bei den zustÀndigen Ministerien.

Schleswig-Holstein rechnet mit 460 Millionen Euro mehr fĂŒr 2025 und 2026, danach mit 500 Millionen Euro pro Jahr. Finanzministerin Silke Schneider (GrĂŒne) sagte, die rechtlich notwendige Anpassung sei eine "ganz erhebliche Herausforderung" fĂŒr die kommenden Jahre. Hessen geht von 755 Millionen Euro zusĂ€tzlich im Jahr aus. Mit den Tariferhöhungen steigen die BezĂŒge der hessischen Beamten demnach innerhalb von anderthalb Jahren um fast 14 Prozent. Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte, das bringe den Haushalt an "Belastungsgrenzen". Berlin kann keine Summe nennen, hat aber "finanzielle Vorsorge" getroffen: 493 Millionen Euro fĂŒr 2025 und 2026. In Brandenburg sind es geschĂ€tzt zwischen 300 und 600 Millionen Euro mehr pro Haushaltsjahr.

Das höchste Gericht hatte im November verkĂŒndet, dass ein Großteil der Beamten zu wenig verdient. Der Beschluss bezog sich auf Berlin, wirkt jedoch darĂŒber hinaus. Die Berechnungen sind komplex, etliche LĂ€nder nennen daher noch keine Zahlen.

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