Streit, Schuldigitalisierung

Streit um Schuldigitalisierung - LĂ€nder machen Druck

10.05.2024 - 16:08:42 | dpa.de

Die LĂ€nder pochen auf eine WeiterfĂŒhrung des milliardenschweren Förderprogramms zur Digitalisierung der Schulen in gleichem Umfang.

Ein "Digitalpakt Schule 2.0" dĂŒrfe nicht hinter dem laufenden Pakt zurĂŒckfallen, heißt es in einem neuen Positionspapier der LĂ€nder, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die LĂ€nder fordern darin fĂŒr das fĂŒnfjĂ€hrige Förderprogramm Bundesmittel von mindestens 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Das bisherige Förderprogramm lĂ€uft Mitte Mai aus.

In den Verhandlungen darĂŒber, wer welchen Anteil der Kosten ĂŒbernimmt, mĂŒssten weitere Ausgaben der LĂ€nder fĂŒr digitale Bildung berĂŒcksichtigt werden, heißt es in dem Papier. Der Eigenanteil der LĂ€nder solle wie im ersten Digitalpakt auf zehn Prozent begrenzt werden.

"Es ist jetzt nicht die Zeit fĂŒr taktisches Hin und Her - es ist jetzt an der Zeit, gemeinsam einen Knopf dran zu kriegen", teilte die baden-wĂŒrttembergische Kultusministerin Theresa Schopper (GrĂŒne) mit. "Es ist von grĂ¶ĂŸter Wichtigkeit, dass die LĂ€nder die digitale Struktur, die in den vergangenen Jahren erfolgreich aufgebaut wurde, aufrechterhalten und zeitgemĂ€ĂŸ ausbauen können." Ohne die Anschlussfinanzierung des Bundes sei das bislang Erreichte bedroht.

Der Digitalpakt zum Ausbau der Schulen war 2019 fĂŒr fĂŒnf Jahre aufgelegt worden, mit zunĂ€chst fĂŒnf Milliarden Euro vom Bund. Er diente etwa dem Aufbau von schuleigenem WLAN oder der Anschaffung von interaktiven Tafeln. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde das Programm auf 6,5 Milliarden aufgestockt, um Tablets, Laptops und Administratoren zu finanzieren. In ihrem Koalitionsvertrag hatte die Ampel angekĂŒndigt, mit den LĂ€ndern ein Anschlussprogramm, einen "Digitalpakt 2.0", mit einer Laufzeit bis 2030 auf den Weg zu bringen. DarĂŒber wird nun seit langem hart verhandelt - umso hĂ€rter, seit klar ist, wie knapp bei Kasse der Bund inzwischen ist. GrundsĂ€tzlich sind Schulen LĂ€ndersache und nicht Sache des Bundes.

Die LĂ€nder wollen eine Bund-LĂ€nder-Vereinbarung fĂŒr einen Digitalpakt 2.0 möglichst bei der nĂ€chsten Kultusministerkonferenz im Juni abschließen. Dem Bund hatten sie unter anderem vorgeworfen, die Verhandlungen verschleppen zu wollen.

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