Sudan-Krieg: Linke will Stopp von Waffenlieferungen an VAE
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 15:01 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de"Es ist kein Geheimnis, wer diesen Krieg ermöglicht und wer davon profitiert", heiĂt es in dem Schreiben. Eine zentrale Rolle spielten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), ein strategischer Partner Deutschlands. "Stoppen Sie die Waffenlieferungen an alle KriegsunterstĂŒtzer", fordern die Unterzeichner Wadephul auf.
Experten warnen, dass die im SĂŒden des Sudan gelegene Stadt Al-Obeid bald ein Ă€hnliches Schicksal erleiden könnte wie Al-Faschir. Dort hatte die paramilitĂ€rische RSF-Miliz im vergangenen Jahr durch eine lange Belagerung eine Hungersnot ausgelöst und GrĂ€ueltaten an der Bevölkerung verĂŒbt. Auch die UN warnten bereits vergangene Woche vor einer drohenden Eskalation in Al-Obeid.
Charlotte NeuhĂ€user, Initiatorin des Protestbriefes und Abgeordnete der Linken, sagte der Zeitung, die Bundesregierung lasse die Menschen im Sudan erneut und grob fahrlĂ€ssig im Stich. Gleichzeitig schweige die Bundesregierung zur Rolle ihres wichtigsten strategischen Partners in der Region, der Vereinigten Arabischen Emirate, obwohl genau diese externe UnterstĂŒtzung den Krieg weiter befeuere.
"Wir dĂŒrfen das Völkerrecht nicht den strategischen wirtschaftlichen Interessen Deutschlands opfern", so NeuhĂ€user. "Wer Frieden im Sudan will, muss die materiellen Grundlagen dieses Krieges angreifen." Deswegen fordere die Linke einen Stopp aller Waffenlieferungen an die in den BĂŒrgerkrieg involvierten MĂ€chte, eine Regulierung von Lieferketten, Sanktionierung illegaler Handelsstrukturen insbesondere beim Goldhandel sowie Transparenz beim Handel mit Rohstoffen.
