Bericht: BSW fordert weitgehenden Bruch der Beziehungen zu Israel
20.06.2025 - 12:06:43 | dts-nachrichtenagentur.de
Das geht aus einer aktuellen Mail hervor, die die BSW-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht und Amira Mohamed Ali sowie der BSW-GeneralsekretĂ€r Christian Leye an den restlichen Bundesvorstand geschrieben haben und ĂŒber die die "Welt" berichtet. Die Parteispitze bittet die Kollegen darin um Zustimmung zu einem Vorstandsbeschluss.
Der Antrag mit dem Titel "Stoppt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Iran - Deutsche Waffenlieferungen an Israel beenden!" wĂ€re ein einschneidender Bruch mit dem Prinzip der Sicherheit Israels als "deutsche StaatsrĂ€son", der sich sĂ€mtliche Bundesregierungen seit 2008 verpflichtet fĂŒhlten.
Das BSW erhebt darin zahlreiche Forderungen, darunter "den sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen an Israel", "eine Initiative der Bundesregierung im Nato-Rat zur Beendigung der militÀrischen und geheimdienstlichen Kooperation mit Israel", "eine Initiative der Bundesregierung im EU-Rat zur Aussetzung des Assoziationsabkommens zwischen der EuropÀischen Union und Israel" sowie "eine Initiative der Bundesregierung vor dem Internationalen Strafgerichtshof zur strafrechtlichen Verfolgung der israelischen Kriegsverbrechen - etwa der Angriffe auf Atomanlagen und Fernsehsender im Iran".
Antragsteller ist das PrĂ€sidium, dem neben den Parteichefs und dem GeneralsekretĂ€r auch noch die Vize-Parteichefs, der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer und Bundesschatzmeister angehören. Die Partei ist stark auf die Vorsitzende Wagenknecht ausgerichtet.
Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass auch der restliche Bundesvorstand einen Beschluss mehrheitlich unterstĂŒtzt. Eine weitere BSW-Forderung ist "das Verbot der Nutzung von US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkten in Deutschland zur logistischen oder militĂ€rischen UnterstĂŒtzung des israelischen Angriffskrieges". In Bezug auf Gaza sehen Wagenknecht und Mohamed Ali einen "Völkermord an der palĂ€stinensischen Bevölkerung".
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