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Agentur GIZ verspricht Frauen und MĂ€dchen in Afghanistan Hilfe

29.12.2024 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die staatliche deutsche Entwicklungshilfeorganisation GIZ hat zugesichert, auch nach ihrem vollstĂ€ndigen RĂŒckzug aus Afghanistan zum Jahresende die Bevölkerung in dem von den Taliban beherrschten Land nicht allein zu lassen.

Afghanistan (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Die GIZ arbeitet weiterhin fĂŒr die Menschen in Afghanistan, allerdings in einer anderen Struktur", sagte der Chef der Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Thorsten SchĂ€fer-GĂŒmbel, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Sonntagausgaben). "Der Machtwechsel hat die Arbeit in Afghanistan sehr verĂ€ndert. Dieser Situation passen wir uns an", sagte er mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung, wonach die GIZ ab Anfang 2025 keine eigenen Mitarbeitenden mehr vor Ort beschĂ€ftigt.

KĂŒnftig werden Hilfsprojekte ausschließlich ĂŒber Nichtregierungsorganisationen umgesetzt. Nach aktuellen Angaben der GIZ handelt es dabei unter anderem um die Welthungerhilfe, Save the Children und das International Rescue Committee (IRC). "Unsere Arbeit in Afghanistan bleibt wichtig, denn seit August 2021 haben sich die LebensumstĂ€nde der Menschen drastisch verĂ€ndert", so GIZ-Chef SchĂ€fer-GĂŒmbel. Nach Angaben der GIZ bleibt der Schwerpunkt der Arbeit, das tĂ€gliche Leben der Bevölkerung zu sichern, etwa durch die Versorgung mit Wasser. Im Mittelpunkt der Hilfe stĂŒnden Frauen und MĂ€dchen, erklĂ€rte die Organisation. So wĂŒrden Beratungsangebote und Kleinstkredite finanziert, mit deren Hilfe Frauen ein kleines GeschĂ€ft oder ein Gewerbe aufbauen könnten. Frauen wĂŒrden zudem dabei unterstĂŒtzt, Saatgut und Setzlinge von Nutzpflanzen zu zĂŒchten, um Einkommen zu erzielen und ihre Familien zu versorgen. "Der Privatsektor ist aktuell der einzige Bereich, in dem Frauen Einkommens- und BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten finden", beklagte die GIZ. Die GIZ war seit 2002 in Afghanistan aktiv - mit deutschen oder internationalen Mitarbeitern sowie OrtskrĂ€ften. Die erste Gruppe war schon seit der MachtĂŒbernahme durch die Taliban im August 2021 nicht mehr vor Ort. Allen lokalen BeschĂ€ftigten wurde zum Jahresende 2024 gekĂŒndigt. Laut GIZ werden kĂŒnftig die Projekte der staatlichen Entwicklungshilfe aus Deutschland oder einem "Drittland" heraus betreuen. Die Arbeit vor Ort ĂŒbernĂ€hmen ausschließlich die beauftragten Organisationen.

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