Greenpeace, Zulassungssteuer

Greenpeace fordert Zulassungssteuer auf neue Verbrenner

06.01.2025 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert eine Zulassungssteuer auf Neuwagen mit Verbrennungsmotor.

Auspuff (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Einnahmen aus der Abgabe könnten eine neue KaufprĂ€mie fĂŒr E-Autos finanzieren. Neue Berechnungen, die Greenpeace auf Basis der Neuzulassungszahlen aus dem Jahr 2023 vorgenommen hat, ergeben eine tatsĂ€chliche Höhe der Einnahmen aus der Neuzulassungssteuer von etwa acht Milliarden Euro. Greenpeace zufolge wĂŒrde die Summe ausreichen, um eine KaufprĂ€mie von 4.500 Euro fĂŒr etwa 1,8 Millionen Elektroautos gegenfinanzieren, heißt es in der Berechnung, ĂŒber die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten.

In zahlreichen, anderen EU-LĂ€ndern gebe es laut Greenpeace eine solche Abgabe bereits. "Wer in LĂ€ndern wie Schweden, den Niederlanden oder DĂ€nemark einen neuen Verbrenner kauft, wird bei sparsamen Neuwagen gering, bei besonders klimaschĂ€dlichen Spritschluckern stark besteuert", sagte Greenpeace-MobilitĂ€tsexpertin Marion Tiemann den Funke-Zeitungen. Wer mitten in der Klimakrise unbedingt noch einen neuen Verbrenner-SUV mit ein paar Hundert PS kaufen wolle, sollte dafĂŒr auch deutlich mehr zahlen mĂŒssen. "Mit diesen Einnahmen könnte die nĂ€chste Bundesregierung eine Förderung von kleinen E-Autos komplett gegenfinanzieren und so den Umstieg vom Verbrenner aufs E-Auto beschleunigen", so Tiemann weiter. Nach dem Aus der KaufprĂ€mie waren die Neuzulassungszahlen fĂŒr Elektroautos im vergangenen Jahr eingebrochen. Die genauen Zahlen will das Kraftfahrtbundesamt zwar erst am Montag veröffentlichen, aber schon jetzt ist klar, dass die alte Marke von 524.219 Stromern im Jahr 2023 deutlich verfehlt wird. Greenpeace rechnet damit, dass die Lenkungswirkung der Steuer hin zu emissionsfreien Pkw es auch VW, BMW und Mercedes erleichtern wĂŒrde, die europĂ€ischen Flottengrenzwerte zu erreichen und dann auch dazu beitragen könnte, Strafzahlungen zu vermeiden. Wer dabei wie viel fĂŒr einen neuen Verbrenner zahlen mĂŒsste, wĂ€re abhĂ€ngig vom Auto. Besonders klimaschĂ€dliche Fahrzeuge wĂŒrden sehr stark besteuert, so Greenpeace. Erfahrungen aus anderen LĂ€ndern zeigten den Erfolg einer solchen Steuer, wenn es darum gehe, CO2-Emissionen zu reduzieren. In DĂ€nemark, den Niederlanden und Schweden lasse sich ein im Vergleich zu Deutschland weit schnelleres Sinken des CO2-Durchschnittswerts der Neuzulassungen feststellen. DĂ€nemark und die Niederlande setzen seit mehr als 15 Jahren auf eine solche Neuzulassungssteuer, Schweden seit 2018. Dort ließ man das System Ende 2022 aber wieder auslaufen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) lehnt eine solche Bonus-Malus-Regelung ab. "Eine Zulassungssteuer ist weder umweltpolitisch zielfĂŒhrend noch trĂ€gt sie dazu bei, die gesellschaftliche Akzeptanz fĂŒr die klimaneutrale MobilitĂ€t zu stĂ€rken", sagte eine Sprecherin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vielmehr drohe sie Verbraucher zu belasten. Letztlich wĂŒrden ĂŒber eine solche Steuer auch Autofahrerinnen und Autofahrer benachteiligt, fĂŒr die aus finanziellen GrĂŒnden - oder weil es noch keine ausreichende Ladeinfrastruktur gibt - der Kauf eines Elektrofahrzeugs noch nicht infrage kommt, sagte sie weiter. Wegen Haushaltsschwierigkeiten war die E-Auto-KaufprĂ€mie in Deutschland Ende 2023 ausgelaufen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) plĂ€dierte zuletzt fĂŒr eine europaweite Kaufförderung fĂŒr E-Autos.

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