Sachsen-Anhalt, Sachsen

Neonazi Liebich legt Beschwerde gegen Auslieferung ein

08.06.2026 - 13:18:03 | dpa.de

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich wehrt sich gegen ihre Auslieferung von Tschechien nach Deutschland. Nun ist das Oberlandesgericht in Prag am Zug.

  • Liebich beim Gerichtsprozess in Tschechien. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Liebich beim Gerichtsprozess in Tschechien. (Archivbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • Über die Beschwerden Liebichs muss das Oberlandesgericht in Prag entscheiden. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Über die Beschwerden Liebichs muss das Oberlandesgericht in Prag entscheiden. (Archivbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • Das Landgericht Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Das Landgericht Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • Im Fall ihrer Auslieferung soll Liebich in das FrauengefĂ€ngnis in Chemnitz gebracht werden. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Im Fall ihrer Auslieferung soll Liebich in das FrauengefÀngnis in Chemnitz gebracht werden. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Liebich beim Gerichtsprozess in Tschechien. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa Über die Beschwerden Liebichs muss das Oberlandesgericht in Prag entscheiden. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa Das Landgericht Pilsen hatte entschieden, dass Liebich ausgeliefert wird. (Archivbild)  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa Im Fall ihrer Auslieferung soll Liebich in das FrauengefĂ€ngnis in Chemnitz gebracht werden. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich hat Beschwerde gegen ihre Auslieferung von Tschechien nach Deutschland eingereicht. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts in Pilsen (Plzen) der Deutschen Presse-Agentur. Zudem habe Liebich einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt, die mit dem Fall befasst war. Über beide Beschwerden mĂŒsse das Oberlandesgericht in Prag entscheiden, dem nun die Akten zugestellt wĂŒrden.

Das Landgericht im tschechischen Pilsen (Plzen) hatte vor einer Woche entschieden, dass Liebich nach Deutschland ausgeliefert werden solle. Liebich gab im Laufe der Verhandlung an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil sie unter anderem Angst habe, in einem deutschen MÀnnergefÀngnis ums Leben zu kommen. Ein erster Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde vor Ort abgelehnt. 

Liebich war nach monatelanger europaweiter Fahndung am 9. April dieses Jahres im tschechischen Krasna bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden.  Derzeit sitzt die 55-JĂ€hrige in sogenannter Auslieferungshaft im GefĂ€ngnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens. Die Bedingungen dort gelten als hart. Untergebracht sind dort mehr als 1.200 HĂ€ftlinge - darunter auch Schwerverbrecher. Es ist ĂŒberwiegend ein MĂ€nnergefĂ€ngnis, es gibt aber vereinzelt Insassinnen. In Tschechien ist die Überbelegung der Haftanstalten ein großes Problem.

Schnelle Auslieferung möglich

Seit der Festnahme lĂ€uft eine Frist von 60 Tagen fĂŒr eine Entscheidung. Diese dĂŒrfte nach Angaben des Gerichtssprechers um weitere 30 Tage verlĂ€ngert werden. Sollten die Beschwerden abgelehnt werden, kann es schnell gehen. Sobald die Entscheidung ĂŒber die Auslieferung rechtskrĂ€ftig ist, soll Liebich an die deutschen Behörden ĂŒbergeben und in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht werden. Es ist anzunehmen, dass nach Eintreten der Rechtskraft nur wenige Tage vergehen, bis Liebich ausgeliefert wird.

Die Rechtsextremistin wurde in Deutschland im Juli 2023 – damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, ĂŒbler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne BewĂ€hrung verurteilt. Nach der Verurteilung hatte Liebich das Geschlecht von mĂ€nnlich auf weiblich Ă€ndern lassen. Außerdem wurde der Name von Sven in Marla Svenja angepasst. Kritiker hielten das fĂŒr eine Provokation und sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69499987 |