Gesundheit, Parteien

Pflege-Gesetzentwurf verzögert sich um eine Woche

16.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Vorlage des Gesetzentwurfs zur Neuordnung der Pflegeversicherung verzögert sich.

Bundesministerium fĂŒr Gesundheit (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bundesministerium fĂŒr Gesundheit (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wie aus einer aktuellen Kabinettszeitplanung hervorgeht, soll das Kabinett nun erst am 27. Mai das Papier beschließen, melden die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Samstagausgaben. Zuvor war ein Kabinettsbeschluss eine Woche frĂŒher avisiert worden.

Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) kritisiert die Verzögerung. Die Verschiebung zeige deutlich, dass der Entwurf offenbar noch mehr Abstimmungs- und Beratungszeit benötige als ursprĂŒnglich angenommen, sagte VDAB-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Knieling den Funke-Zeitungen. Gleichzeitig werde das Zeitfenster, die Reform noch vor der Sommerpause zu verabschieden, immer kleiner. "Die Pflegebranche wartet dringend auf verbindliche Entscheidungen, um fĂŒr die Zukunft planen und die Versorgung sichern zu können", so Knieling.

Er wies auf die angespannte Lage vieler Betreiber von Pflegeheimen hin. FĂŒr viele Einrichtungen werde es zunehmend schwieriger, die Versorgung sowohl personell als auch wirtschaftlich sicherzustellen, wĂ€hrend die Kosten fĂŒr PflegebedĂŒrftige und SozialhilfetrĂ€ger stetig stiegen. Die zentralen Fragen lĂ€gen seit Langem auf dem Tisch: Wie könne eine generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung gewĂ€hrleistet und trotz FachkrĂ€ftemangels eine flĂ€chendeckende Versorgung sichergestellt werden, fragte Knieling. Er forderte: "Es braucht endlich konkrete Schritte, um die Pflegeversicherung nachhaltig aufzustellen. Eine echte Pflegereform muss starre Versorgungsstrukturen aufbrechen, regulatorische HĂŒrden abbauen und den Einrichtungen mehr FlexibilitĂ€t ermöglichen." SpĂ€testens mit dem Kabinettsbeschluss mĂŒsse die Bundesregierung darauf Antworten liefern.

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