Welthungerhilfe warnt vor Folgen von KĂŒrzung bei Entwicklungshilfe
25.12.2024 - 12:59:38 | dts-nachrichtenagentur.deAuch der sichere Zugang von Helfern zu Betroffenen mĂŒsse garantiert werden. Die zentralen Konfliktherde seien im Jahr 2025 der Sudan, der Nahe Osten und die Ukraine. Diese Regionen erforderten im kommenden Jahr "besondere Aufmerksamkeit", sagte der GeneralsekretĂ€r der Hilfsorganisation. Im Sudan schockiere das schiere AusmaĂ der Krise. "Knapp zwei Jahre BĂŒrgerkrieg haben die gröĂte Vertriebenenkrise der Welt verursacht", sagte Mogge. Elf Millionen Menschen seien hier auf der Flucht, rund 26 Millionen Menschen hungerten, eine dreiviertel Million Menschen sei direkt vom Hungertod bedroht. Die Bevölkerung der Ukraine leide weiter unter unberechenbaren Angriffen Russlands. Neben Soforthilfe wie Reparaturen an zerstörten HĂ€usern oder Verteilung von Heizmaterial im Winter sei hier auch psychologische Hilfe nötig. In den LĂ€ndern des Nahen Ostens entwickele sich die Lage sehr dynamisch, die humanitĂ€re Hilfe mĂŒsse hier weiterhin stĂ€ndig angepasst werden. In Gaza seien nach wie vor fehlende Zugangsmöglichkeiten "ein echtes Problem fĂŒr die Helfer". Jemen nehme nach zehn Jahren eines weitgehend vergessenen BĂŒrgerkriegs den vorletzten Platz im aktuellen Welthunger-Index ein. In Syrien brĂ€uchten nach dem Sturz von PrĂ€sident Baschar al-Assad voraussichtlich RĂŒckkehrer UnterstĂŒtzung. Das UN-WelternĂ€hrungsprogramm (World Food Programme/WFP) rief zur SolidaritĂ€t mit Kriegs- und Krisenopfern auf. "Die gröĂte Herausforderung wird 2025 sein, dass wir uns die Menschlichkeit bewahren, die in vielen Krisen ein StĂŒck weit abhandenkommt", sagte der Direktor von WFP Deutschland, Martin Frick, dem RND. Konflikte wĂŒrden immer erbitterter und ohne Achtung internationaler Spielregeln gefĂŒhrt. "Gleichzeitig sind die Menschen hier und anderswo mĂŒde und ĂŒberfordert von den vielen globalen Krisen. Aber SolidaritĂ€t mit Menschen in Not ist ein gesellschaftlicher Konsens, der uns ĂŒber die Debatte um knappe Kassen und die wirtschaftliche Entwicklung nicht zerbröseln darf." Auch Frick nannte als zentrale Konfliktherde die Ukraine, Nahost und den Sudan.
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