Hautkrebs-FĂ€lle in Kliniken binnen 20 Jahren fast verdoppelt
28.05.2026 - 09:13:29 | dpa.de
In deutschen KrankenhĂ€usern sind zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt worden wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120.100 stationĂ€r mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.Â
Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. MutmaĂlich werden heute zudem deutlich mehr FĂ€lle ĂŒberhaupt erkannt: Seit 2008 können Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre zum Hautkrebs-Screening gehen â dies steht allerdings aktuell auf dem PrĂŒfstand.Â
Mehr Hautkrebs-Tote â vor allem Ăltere betroffen
Auch die Zahl der TodesfĂ€lle durch Hautkrebs hat zugenommen: 4.600 Menschen starben 2024 an Hautkrebs, das waren dem Statistischen Bundesamt zufolge 65 Prozent mehr als noch 20 Jahre zuvor. Hautkrebs liegt damit ĂŒber dem Durchschnitt: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Krebstoten in Deutschland insgesamt um rund zehn Prozent. Mehr als die HĂ€lfte der 2024 an Hautkrebs Gestorbenen war 80 Jahre oder Ă€lter (knapp 53 Prozent).Â
Vor allem die FĂ€lle von hellem Hautkrebs haben in den KrankenhĂ€usern zugenommen: Sie haben sich der Statistik zufolge in dem 20-Jahres-Zeitraum um 117 Prozent gesteigert. Bei schwarzem Hautkrebs waren es rund 42 Prozent mehr FĂ€lle.Â
Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ist der wichtigste Risikofaktor fĂŒr fast alle Hautkrebsarten UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung). Konsequenter Sonnenschutz â unter anderem durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor â wird deshalb dringend empfohlen.
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