Asyl, MilitÀr

Zahl wehrfÀhiger Ukrainer in Deutschland gestiegen

09.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Zahl der wehrfÀhigen Ukrainer in Deutschland ist seit Anfang des vergangenen Jahres deutlich gestiegen.

Zahl wehrfÀhiger Ukrainer in Deutschland gestiegen
Asyl - Ankunft von FlĂŒchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv) 09.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus aktuellen Daten des Bundesamtes fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) hervor, ĂŒber die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

Grund ist offenbar eine Lockerung des Ausreiseverbots von Ende August 2025. Seither dĂŒrfen wehrfĂ€hige MĂ€nner im Alter zwischen 18 und 22 Jahren die Ukraine verlassen. Zuvor war das nur in AusnahmefĂ€llen möglich.

Wie das Bamf dem RND mitteilte, hielten sich am Stichtag 30. Mai genau 1.348.258 Menschen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist waren. Darunter waren 355.745 MĂ€nner zwischen 18 und 63 Jahren. Zum Stichtag 8. MĂ€rz 2025 waren es nur 1.253.569 gewesen, darunter 297.660 MĂ€nner zwischen 18 und 63 Jahren.

Das bedeutet: Unter den in den letzten 16 Monaten neu hinzugekommenen fast 100.000 Menschen aus der Ukraine waren knapp 60 Prozent MĂ€nner im wehrfĂ€higen Alter. Dies kontrastiert deutlich mit dem Zuzug in der Anfangszeit des russischen Krieges gegen die Ukraine, als Frauen mit Kindern ĂŒberwogen. So lag der Anteil der Alleinerziehenden und deren Kinder unter den Zugewanderten aus der Ukraine damals mit 40 Prozent fĂŒnfmal höher als in der Gesamtbevölkerung.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bei einem informellen Treffen der EU-Innenminister in der vorigen Woche gefordert, wehrfĂ€higen Ukrainern nicht mehr pauschal Schutz ĂŒber die Massenzustrom-Richtlinie zu gewĂ€hren. Sie mĂŒssten, wenn dies Wirklichkeit wĂŒrde, um Asyl bitten und hĂ€tten dann voraussichtlich deutlich geringere Chancen, in Deutschland bleiben zu dĂŒrfen. Dem Vernehmen nach hat Dobrindt die Mehrheit der EU-Innenminister auf seiner Seite. Die EU-Kommission muss darauf nun bis Ende Juni reagieren und entscheiden, ob sie die Massenzustrom-Richtlinie in diesem Punkt einschrĂ€nkt.

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