UmweltverbÀnde, Gasbohrungen

UmweltverbÀnde wehren sich gegen Gasbohrungen vor Borkum

14.08.2024 - 11:23:44 | dpa.de

Ein UmweltbĂŒndnis will rechtlich gegen die Genehmigung der umstrittenen Gasförderung vor der Nordseeinsel Borkum vorgehen.

Das kĂŒndigte die Deutsche Umwelthilfe an. Deren BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Sascha MĂŒller-Kraenner warf Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) vor, die Interessen eines Gaskonzerns ĂŒber Natur und Menschen vor Ort zu stellen. "Wir werden dagegen alle rechtlichen Mittel ausschöpfen", sagte er.

Die Umweltorganisation BUND Niedersachsen teilte mit, fĂŒr die Nordsee und das Wattenmeer sei die Genehmigung eine Katastrophe. Der Status des Wattenmeers als Weltnaturerbe werde damit aufs Spiel gesetzt. Zu dem BĂŒndnis gehört außerdem die BĂŒrgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland. Die Partner hatten vor wenigen Tagen vor dem Verwaltungsgericht in Oldenburg bereits erreicht, dass ein Kabel zur Stromversorgung der Bohrinsel vorerst nicht verlegt werden darf.

Greenpeace: Bundesregierung soll Bohrungen noch verhindern

Kritik an der Genehmigung fĂŒr die Bohrungen kam auch von Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation hatte kĂŒrzlich vor Borkum gegen die PlĂ€ne demonstriert und rief nun die Bundesregierung auf, das Projekt noch zu stoppen. Wirtschaftsminister Robert Habeck und Außenministerin Annalena Baerbock (beide GrĂŒne) dĂŒrften einem noch ausstehenden Abkommen zwischen den Niederlanden und Deutschland nicht zustimmen, forderte Greenpeace.

Unternehmen sieht Projekt als Beitrag zur Versorgungssicherheit

Der niederlĂ€ndische Energiekonzern One-Dyas, der die Bohrungen beantragt hatte, erklĂ€rte dagegen, die niedersĂ€chsische und die niederlĂ€ndische Regierung stellten sich ihrer Verantwortung, "gemeinsam einen aktiven Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Energiewende und zur Erreichung der Ziele des Klimaabkommens" zu leisten. Der Übergang zu vollstĂ€ndig erneuerbaren Energien brauche Zeit, sagte One-Dyas-Chef Chris de Ruyter van Steveninck. "Solange Erdgas noch gebraucht wird, werden wir sicherstellen, dass es mit dem geringsten CO2-Fußabdruck geliefert wird, der möglich ist."

Das niedersĂ€chsische Landesamt fĂŒr Bergbau, Energie und Geologie hat One-Dyas eine auf 18 Jahre befristete Genehmigung fĂŒr die Bohrungen erteilt, die unter dem Meeresboden in deutsches Gebiet reichen.

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