Mehrheit fĂŒr stĂ€rkere Zentralisierung des Schulsystems
27.02.2024 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDie Zustimmung im Osten (79 Prozent/Nein: zwölf Prozent) ist dabei deutlich gröĂer als im Westen (63 Prozent/Nein: 26). In der Umfrage gaben nur zehn Prozent der Befragten an, dass sich die Qualifikation der SchulabgĂ€nger im Vergleich zu vor 30 Jahren verbessert hat. 68 Prozent sehen dagegen eine Verschlechterung. Befragt nach den GrĂŒnden fĂŒr das schlechte Abschneiden der deutschen SchĂŒler bei der jĂŒngsten Pisa-Studie machten 70 Prozent der BundesbĂŒrger den Lehrermangel fĂŒr die Misere verantwortlich. Bei Befragten mit Kindern im Schulalter sind es sogar 80 Prozent. Etwas mehr als die HĂ€lfte vermutet als Grund fĂŒr die Verschlechterung der Ergebnisse in Deutschland, dass es zu viele SchĂŒler gibt, die ĂŒber keine oder zu geringe Deutschkenntnisse verfĂŒgen (59 Prozent), eine schlechte Ausstattung der Schulen (57 Prozent) und veraltete LehrplĂ€ne und Lehrmethoden (ebenfalls 57 Prozent). Am seltensten glauben die BundesbĂŒrger, dass die schlechteren Pisa-Ergebnisse in Deutschland auf zu wenig motivierte Lehrer zurĂŒckzufĂŒhren sind (27 Prozent). Der Vorsitzende des Bundestagsbildungsausschusses, Kai Gehring (GrĂŒne), sagte dem RND, die Umfrageergebnisse zeigten einmal mehr die Unzufriedenheit der BĂŒrger mit dem Bildungsföderalismus. "Die Erwartung vieler Menschen ist, dass der Bund mehr mitgestaltet und sich Bund, LĂ€nder und Kommunen endlich stĂ€rker unterhaken, um gemeinschaftlich und flĂ€chendeckend bessere Lernergebnisse und höhere Vergleichbarkeit sowie mehr QualitĂ€t und Chancengerechtigkeit in der Bildung zu erzielen", so Gehring. Gehring forderte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, sich des Themas Bildung stĂ€rker anzunehmen. "Weil ein leistungsfĂ€higes Schulsystem fĂŒr die ZukunftsfĂ€higkeit des Landes so wichtig ist, ist das Thema Bildung auch ein Kandidat fĂŒr eine MinisterprĂ€sidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler", sagte er. "Nur mit einem gesamtstaatlichen Bildungsruck lĂ€sst sich die FachkrĂ€ftekrise lösen", mahnte der GrĂŒnen-Politiker. Bei der Umfrage wurden zwischen dem 12. und 15. Februar 1.008 MĂ€nner und Frauen befragt.
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