BER, MVP

Wegner fordert VerlÀngerung des Tankrabatts

31.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Einen Monat vor Ende des Tankrabatts wird der Ruf nach dessen VerlÀngerung lauter.

Tankstelle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Tankstelle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlins Regierender BĂŒrgermeister Kai Wegner (CDU) fordert, die Maßnahme ĂŒber den Juni hinaus zu verlĂ€ngern.

"Angesichts der gestiegenen Spritpreise muss der Tankrabatt selbstverstĂ€ndlich ĂŒber den Juni hinaus verlĂ€ngert werden", sagte Wegner dem "Tagesspiegel". Viele Menschen wĂŒssten angesichts gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise nicht mehr, wie sie ĂŒber die Runden kommen sollten. "Wir brauchen deshalb dringend Entlastungen vor allem fĂŒr die Mitte der Gesellschaft", forderte Wegner. DafĂŒr wĂŒrden aber auch andere Instrumente als der Tankrabatt infrage kommen. "Noch besser wĂ€re ein Spritpreisdeckel, den andere LĂ€nder verhĂ€ngt haben, oder eine Aussetzung der CO?-Steuer."

Auch Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich zuletzt fĂŒr eine VerlĂ€ngerung aus. "Der Tankrabatt muss mindestens so lange gelten, wie die Kraftstoffpreise so hoch sind wie jetzt", sagte Schwesig dem "Tagesspiegel". Daniel Peters, Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, spricht sich hingegen fĂŒr eine andere Art der Entlastung aus: "Wenn der Spritpreisrabatt auslĂ€uft, sollte die CO?-Steuer bis auf Weiteres wegfallen", sagte er dem "Tagesspiegel". Durch diese Maßnahme wĂŒrden Diesel und Benzin rund 20 Cent billiger. "Mit den Einnahmen aus der Steuer wird der sogenannte Klima- und Transformationsfonds gestĂŒtzt. Etwas weniger Tempo an der Stelle ist verkraftbar", sagte Peters. Der Verzicht auf die CO?-Steuer könne zu einem Investitionsschub fĂŒhren.

Der SPD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann, sagte dem "Tagesspiegel": "Ob der Tankrabatt verlĂ€ngert werden sollte, lĂ€sst sich heute seriös noch nicht beantworten." Die Entwicklung der Rohölpreise hĂ€nge stark von der Lage im Nahen und Mittleren Osten ab. "Niemand kann verlĂ€sslich vorhersagen, wie sich die Situation bis zum Auslaufen der Maßnahme entwickelt", sagte er.

ZurĂŒckhaltend Ă€ußerte sich auch Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-SozialflĂŒgels. "Zu einer VerlĂ€ngerung des Tankrabatts sollte jetzt nicht vorschnell ja oder nein gesagt werden", sagte Radtke dem "Tagesspiegel". Im Juni stehe ein großes Reformpaket auf der Agenda. Die Frage, wie es mit konkreten Entlastungen weitergehe, solle dort besprochen werden. Entlastungen mĂŒssten "möglichst zielgenau und strukturell" angelegt sein.

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