Deutschland, International

Teures Kerosin: Lufthansa legt erste Flugzeuge still

Veröffentlicht: 16.04.2026 um 14:37 Uhr, dpa.de

Einen Tag nach der glanzvollen Hundertjahrfeier streicht Lufthansa die Flotte zusammen. Besonders hart werden die Betriebe getroffen, die gerade von den Gewerkschaften bestreikt werden.

  • Lufthansa stellt erste Flugzeuge an den Boden.  - Bild: Hannes P. Albert/dpa
    Lufthansa stellt erste Flugzeuge an den Boden. - Bild: Hannes P. Albert/dpa
  • Streiks erschüttern die Lufthansa.  - Bild: Andreas Arnold/dpa
    Streiks erschüttern die Lufthansa. - Bild: Andreas Arnold/dpa
Lufthansa stellt erste Flugzeuge an den Boden.  - Bild: Hannes P. Albert/dpa Streiks erschüttern die Lufthansa.  - Bild: Andreas Arnold/dpa

Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still. Laut einer Mitteilung trifft es vor allem die Fluggesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline, die in dieser Woche massiv vom fliegenden Personal bestreikt worden sind. 

Als ersten Schritt plant der Konzern, bereits ab diesem Samstag die 27 älteren Jets der Cityline vom Typ Canadair CRJ am Boden stehen zu lassen. Die Tochter soll komplett geschlossen werden. Die Jets stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und hätten vergleichsweise hohe Betriebskosten, teilt Lufthansa mit. Damit könnten weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft reduziert werden. 

Abschied von Langstrecken-Jets

Ende Oktober sollen dann sechs Langstreckenjets der Lufthansa Kernmarke folgen. Neben vier Airbus A340-600 werden auch zwei Jumbos vom Typ Boeing 747-400 über den kommenden Winter stillgelegt. Der endgültige Abschied von diesem Flugzeugtyp sei für das kommende Jahr vorgesehen. Zusätzlich sollen bei Lufthansa etwa fünf Mittelstreckenflugzeuge aus der Flotte genommen werden. 

Als Grund für die Einschnitte nennt das Unternehmen die deutlich gestiegenen Kerosinpreise sowie die Kosten durch die laufenden Arbeitskämpfe. Es würden besonders ineffiziente Flugzeuge vorzeitig aus dem Flugbetrieb genommen, um weniger Kerosin am freien Markt zukaufen zu müssen. Der Kerosinverbrauch der Passagier-Airlines der Lufthansa Group sei auf Basis des Rohöl-Preises mit rund 80 Prozent überdurchschnittlich hoch abgesichert.

Pläne vorgezogen

Finanzvorstand Till Streichert nannte die Maßnahmen unumgänglich. Es würden ohnehin geplante Einschnitte vorgezogen. «Die aktuelle Krise zwingt uns diese Maßnahme nun früher umzusetzen.» Bei der Cityline seien allen Beschäftigungsgruppen bereits Anschlussbeschäftigungen angeboten worden. Für das fliegende Personal hatten die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo die Konditionen als unzureichend bewertet. Lufthansa will nun mit den Betriebspartnern der Cityline Gespräche zu einem Interessenausgleich und Sozialplan aufnehmen.

de | politik | 69172527 |

Weitere Meldungen

Das war die WM-Nacht: Trumps WM-Lob, Yamal fit für Finale. Spaniens Coach spricht über Lamine Yamal, Lionel Messi über das legendäre Foto mit Spaniens Youngster. US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino ziehen vor dem Finale schon mal Bilanz. (Politik, 18.07.2026 - 05:00) weiterlesen...

Bericht: Mehr als 200 Unterstützerschreiben für Infantino. Die Zeichen dafür stehen trotz des Ärgers um die aufgehobene Rot-Sperre für einen US-Profi bei der WM gut. Gianni Infantino strebt 2027 seine erneute Wiederwahl als FIFA-Präsident an. (Sport, 17.07.2026 - 20:16) weiterlesen...

Bohlen will Modern Talking aufleben lassen - Und Anders?. Jetzt möchte Dieter Bohlen die Band Modern Talking noch einmal aufleben lassen. Dafür hat er sich bei Thomas Anders gemeldet. Sie waren das Kult-Duo der 80er Jahre. (Unterhaltung, 17.07.2026 - 13:52) weiterlesen...

Dieter Bohlen will Modern Talking wieder aufleben lassen. Jetzt möchte Dieter Bohlen die Band Modern Talking noch einmal aufleben lassen. Dafür hat er sich bereits bei Thomas Anders gemeldet. Sie waren das Kult-Duo der 80er Jahre. (Unterhaltung, 17.07.2026 - 09:09) weiterlesen...

Das war die WM-Nacht: Dankert beim Finale, Milei verzichtet. Die Debatte um die politische Provokation von Argentiniens Spielern geht derweil weiter. Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert ist als Video-Assistent im WM-Finale im Einsatz. (Politik, 17.07.2026 - 05:00) weiterlesen...

US-Raketen für Deutschland: Nato-Chef beschwichtigt Moskau. Nato-Chef Rutte spricht von einer «ausgezeichneten Nachricht» und hat auch eine Botschaft an Moskau. Mit Mittelstreckenwaffen aus den USA will Deutschland die Abschreckung gegen Russland verbessern. (Ausland, 17.07.2026 - 04:10) weiterlesen...