EuropÀische Fusionsindustrie stÀrkt gemeinsame Stimme: EFA und Fusion Europe starten strategischen Angleichungsprozess
11.06.2026 - 09:56:04 | presseportal.de
Die European Fusion Association (EFA) und Fusion Europe (FE) haben gestern eine neue Phase der gemeinsamen strategischen Ausrichtung der europĂ€ischen Stimme der Fusionsindustrie angekĂŒndigt. Dies geschah im Anschluss an die erste Generalversammlung der EFA in Piacenza, Italien.
In einer Phase, in der sich die Fusionsenergie von einem ĂŒberwiegend forschungsgetriebenen Vorhaben hin zur industriellen Umsetzung entwickelt, unternehmen EFA und FE konkrete Schritte, um Europas Fusionsökosystem stĂ€rker auf einer klareren, stĂ€rkeren und besser koordinierten Plattform fĂŒr das Engagement der Industrie zusammenzufĂŒhren.
Der Angleichungsprozess der beiden Organisationen wird im Rahmen der etablierten Governance-Struktur der EFA schrittweise vorangetrieben. Ziel ist es, die Koordination entlang der europÀischen Fusions-Wertschöpfungskette zu stÀrken, den Austausch mit politischen EntscheidungstrÀgern und Institutionen kohÀrenter zu gestalten und sicherzustellen, dass die Industrie besser organisiert ist, um zur nÀchsten Phase der europÀischen Fusionspolitik beizutragen.
Mehrere Organisationen aus dem Umfeld von Fusion Europe sind im Vorfeld der Generalversammlung der EFA beigetreten, darunter Proxima Fusion, Walter Tosto, AVS und INEUSTAR. Dieser Schritt verdeutlicht die wachsende industrielle Konvergenz hin zu einer gemeinsamen europÀischen Plattform und ist ein konkreter Beitrag dazu, Europas Fusionsindustrie enger mit Politik, Institutionen und weiteren Stakeholdern zusammenzubringen.
Die AnkĂŒndigung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die kommende EU-Fusionsstrategie wird maĂgeblich mitbestimmen, ob Europa seine wissenschaftliche Exzellenz, seine Ingenieurskompetenz und seine industrielle Basis in konkrete Projekte, Wertschöpfung in der Lieferkette, Investitionen und langfristige strategische Vorteile ĂŒbersetzen kann.
Nach Angaben des Fusion Observatory von Fusion for Energy haben private Fusionsinvestitionen weltweit inzwischen ein Volumen von rund 13 Milliarden Euro erreicht. Die USA und China vereinen mehr als 85 Prozent dieser Mittel auf sich. Der Anteil der EU liegt bei rund 5 Prozent der globalen privaten Fusionsfinanzierung. Ein deutliches Signal, dass Europa stÀrkere Rahmenbedingungen schaffen muss, damit Unternehmen, Zulieferer und industrielle Partner wachsen und skalieren können.
Vor diesem Hintergrund rufen EFA und FE die EuropĂ€ische Kommission dazu auf, zeitnah eine souverĂ€ne und konkrete EU-Fusionsstrategie zu veröffentlichen, die zudem mit einem klaren Umsetzungsplan verbunden ist. Die Strategie sollte die Projektumsetzung unterstĂŒtzen, Investitionen mobilisieren, europĂ€ische Lieferketten stĂ€rken und die Voraussetzungen dafĂŒr schaffen, dass Fusionsprojekte in Europa realisiert werden.
Im Rahmen der gestrigen Generalversammlung haben die Mitglieder der EFA Aktualisierungen ihrer Governance-Struktur beschlossen, um diese nĂ€chste Phase zu unterstĂŒtzen. Dazu gehört eine befristete Ănderung der EFA-Satzung, die fĂŒr die Vorstandswahl 2026 zwei Sitze fĂŒr geeignete Kandidatinnen und Kandidaten mit Verbindung zu Fusion Europe im Executive Board vorsieht.
DarĂŒber hinaus wurden den Mitgliedern PlĂ€ne zur Einrichtung eines "Associations Council" vorgestellt. Dieses Gremium soll einen strukturierten Zugang fĂŒr nationale IndustrieverbĂ€nde schaffen, um sich in die Arbeit der EFA einzubringen.
Die laufenden Mandate der vier bisherigen Mitglieder des Executive Board wurden von der Generalversammlung bestĂ€tigt. Zwei neue Mitglieder wurden auf die Sitze berufen, die fĂŒr geeignete, mit Fusion Europe verbundenen Kandidat:innen reserviert waren. Ein weiteres neues Mitglied wurde auf einen frei gewordenen Sitz gewĂ€hlt.
Bernard Blanc (Director of Nuclear Development, Assystem) wurde zum Vorsitzenden des Executive Board gewÀhlt.
Die Mitglieder des Executive Board im Ăberblick:
Bernard Blanc, zukĂŒnftiger Vorsitzender der European Fusion Association, sagte:
"Dies ist ein bedeutender Moment fĂŒr die europĂ€ische Fusionsindustrie. Angleichung ist kein Selbstzweck. Es geht darum sicherzustellen, dass die Industrie organisiert, glaubwĂŒrdig und bereit ist, auf dem Niveau mitzuwirken, das diese Phase erfordert.
Europa verfĂŒgt ĂŒber eine hervorragende Ausgangslage, von wissenschaftlicher Spitzenstellung und industriellen FĂ€higkeiten bis hin zu fortgeschrittener Ingenieurkompetenz und spezialisierten Zulieferern. Diese können eine wachsende Basis an Entwicklern von Fusionstechnologien unterstĂŒtzen. Aber diese StĂ€rken werden sich nur dann in konkrete Projekte und strategischen Mehrwert ĂŒbersetzen, wenn Europa mit Tempo und Klarheit vorangeht.
Indem wir EFA und Fusion Europe enger miteinander verzahnen, ĂŒbernehmen wir Verantwortung als Industrie. Wir schaffen eine stĂ€rkere Plattform fĂŒr Koordination entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Nun ist es an der Politik, diese Dynamik mit einer EU-Fusionsstrategie zu spiegeln, die umsetzbar ist, solide finanziert wird und konsequent auf Umsetzung ausgerichtet ist."
Erik Fernandez, GrĂŒnder und Vorstandsmitglied von Fusion Europe, erklĂ€rte:
"Dieser groĂe Schritt hin zu einer ZusammenfĂŒhrung spiegelt die wachsende Reife und Ambition der europĂ€ischen Fusionsindustrie wider. Je nĂ€her der Sektor der tatsĂ€chlichen Umsetzung rĂŒckt, desto wichtiger ist es, dass die Industrie gemeinsam daran arbeitet, ein starkes und vertrauenswĂŒrdiges Ăkosystem aufzubauen, das Innovation beschleunigt, die Lieferketten stĂ€rkt und Europas technologische Vorreiterrolle untermauert.
Europa hat die Chance, in der Fusion eine fĂŒhrende Rolle einzunehmen, doch dafĂŒr braucht es weiterhin eine enge Partnerschaft aller Akteure: Der Industrie, der Forschungseinrichtungen und der politischen EntscheidungstrĂ€ger, getragen von einer klaren Strategie und einem langfristigen Bekenntnis zur Umsetzung."
Parallel zur Entwicklung der EU-Fusionsstrategie von der Ausarbeitung in die Umsetzung, werden EFA und FE den strategischen Angleichungsprozess gemeinsam mit ihren Mitgliedern, VerbÀndepartnern, politischen EntscheidungstrÀgern und weiteren Stakeholdern weiter vorantreiben.
Ăber die European Fusion Association
Die European Fusion Association (EFA) ist ein in BrĂŒssel ansĂ€ssiger, gemeinnĂŒtziger Industrieverband, der im Oktober 2024 gegrĂŒndet wurde und rund 70 europĂ€ische Unternehmen entlang der gesamten Fusions-Wertschöpfungskette vertritt. Ziel der EFA ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Finanzsektor und Politik zu fördern, um den Ăbergang der Fusionsenergie aus dem Labor in das Stromnetz zu beschleunigen. EFA setzt sich fĂŒr eine europĂ€ische FĂŒhrungsrolle in der Fusion und fĂŒr eine industriellen Aufbruch, getragen von sauberer Energie, ein.
Ăber Fusion Europe
Fusion Europe ist ein paneuropĂ€ischer Industrieverband, der Unternehmen der privaten Fusionsbranche in Europa vertritt. Mit Sitz in BrĂŒssel vereint der Verband Industrieakteure und nationale FusionsverbĂ€nde, um Europas Fusionswertschöpfungskette zu stĂ€rken, technologische FĂŒhrungsfĂ€higkeit zu fördern und sich fĂŒr politische Rahmenbedingungen einzusetzen, die kommerzielle Fusionsenergie beschleunigen.
Pressekontakt:
European Fusion Association
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T: +44 (0)7917 796 315
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