EVG droht mit bundesweitem Sicherheitsstreik bei Regionalbahnen
Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSEr zeigte sich tief enttĂ€uscht von der Regierung. Ein Zugbegleiter sei vor einem halben Jahr im Dienst getötet worden, seitens der Politik habe es betroffene Gesichter und groĂe Worte gegeben, aber keine Taten, so der EVG-Chef weiter. Die Regierung betreibe Arbeitsverweigerung, die Eisenbahner zahlten dafĂŒr mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben. Die Politiker hĂ€tten Serkan vergessen, die Gewerkschaft nicht.
Die Bundesregierung hatte beim Bahn-Sicherheitsgipfel im Februar in Aussicht gestellt, dass Bahnmitarbeiter als besonders gefĂ€hrdete Berufsgruppe in den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) fĂŒr StrafverschĂ€rfungen bei Angriffen auf SanitĂ€ter, Feuerwehrleute, Ărzte und Pfleger aufgenommen werden sollen. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, das MindeststrafmaĂ bei Angriffen von drei auf sechs Monate Freiheitsstrafe zu verdoppeln.
Wenn der entsprechende Gesetzentwurf mit der Ausweitung auf Bahn-Mitarbeiter nicht bis Jahresende in den Bundestag eingebracht wird, wollen die EVG-BetriebsrÀte den Januar-DienstplÀnen bei DB Regio und den privaten Regionalbahnen nicht zustimmen. Damit könnte das Personal im Regionalverkehr dann deutschlandweit seine Schichten nicht antreten. Millionen Pendler wÀren betroffen. "Es reicht. Statistisch gesehen werden jeden Tag acht Kollegen im Dienst angegriffen. Keiner weià vor seiner Schicht, ob er wieder gesund nach Hause kommt. Wenn das Gesetz weiter Staub im Ministerium ansetzt, verweigern wir als BetriebsrÀte die Zustimmung zu den DienstplÀnen. Der Politik-Stillstand wird dann zum Zug-Stillstand", sagte Ralf Damde, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei DB Regio, der "Bild am Sonntag".
Ein erklĂ€rte auf Nachfrage, der Gesetzentwurf befinde sich noch in der regierungsinternen Abstimmung, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Sprecher des Justizministeriums. Dem Ergebnis wolle er nicht vorgreifen. Ziel sei es, dass der Bundestag den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr beraten und gegebenenfalls beschlieĂen könne. Ob Zugbegleiter in den Gesetzentwurf aufgenommen werden, habe der Ministeriumssprecher offengelassen, berichtet die "Bild am Sonntag".
