EVP-Chef Weber fordert harten Kurs gegen China
07.06.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDas Handelsdefizit gegenĂŒber China "von fast einer Milliarde Euro pro Tag" sei "nicht lĂ€nger tragbar": "Es gefĂ€hrdet Europas Wirtschaft, unsere industrielle Basis und hochwertige ArbeitsplĂ€tze." Weber: "Entweder, wir wehren uns, oder China macht Teile unserer Industrie platt. Die EU muss ihre handelspolitischen Instrumente jetzt entschlossen und ohne Zögern einsetzen." Weber verweist auf die EU-Zölle auf chinesische Autos, die trotz Kritik aus Deutschland umgesetzt worden seien. "Heute sehen wir, dass wir noch mehr dieser SchutzmaĂnahmen brauchen."
Weber Ă€uĂerte sich vor dem Hintergrund einer zuletzt vor allem von Frankreich vorangetriebenen Debatte. Bei ihrem nĂ€chsten EU-Gipfel am 18. Juni wollen die EU-Staats- und Regierungschefs ĂŒber von der Kommission ausgearbeitete MaĂnahmen wie Zölle entscheiden.
Der Zugang zum europĂ€ischen Binnenmarkt sei fĂŒr China von "enormer Bedeutung", so Weber. Der CSU-Politiker sieht darin fĂŒr BrĂŒssel einen Machthebel: "Den Hebel mĂŒssen wir nutzen, um fairen Wettbewerb durchzusetzen." China mĂŒsse sich bei EU-Exporten kĂŒnftig an EU-Standards ausrichten: "Zugang zu unserem Markt gibt es nur unter Bedingungen. Wer in Europa verkaufen will, muss europĂ€ische Regeln einhalten".
Ausgeschlossen werden mĂŒsse, dass Steuergeld aus Europa die chinesische Wirtschaft noch fördere: "EuropĂ€ische Entwicklungshilfe aus Steuermitteln darf nicht chinesischen Unternehmen zugutekommen. Immer wieder werden EU-finanzierte Projekte im Ausland an chinesische Firmen vergeben - das muss beendet werden." Weber schlĂ€gt zudem vor, China beim Aufbau der neuen 6G-Technologie EU-weit auszuschlieĂen. Da Europa bei der digitalen Infrastruktur souverĂ€n sein mĂŒsse, sollten "nur europĂ€ische Firmen zum Zug kommen".
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