BĂ€r rechnet mit Aus fĂŒr BAföG-Reform
31.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deBĂ€r zeigte VerstĂ€ndnis fĂŒr einen möglichen Stopp der BAföG-Reform. Wenn PflegebedĂŒrftige sparen sollten und beim Elterngeld KĂŒrzungen vorgenommen wĂŒrden, sei nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle groĂe zusĂ€tzliche Leistungen verspreche, sagte sie. Politik bestehe eben darin, PrioritĂ€ten zu setzen und tragfĂ€hige Gesamtpakete zu schnĂŒren. Und am Ende bringe es auch nichts, Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man wisse, dass sie keine Mehrheit fĂ€nden.
BĂ€r beschrieb die Situation fĂŒr Studierende in Deutschland als sehr privilegiert. "Es gibt keine StudiengebĂŒhren, und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen ĂŒberhaupt erst ein Studium." Es sei auch "kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben - viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fĂŒrs Leben und den Beruf", betonte sie. Semesterferien hĂ€tten alle Studierenden. "Es wird kein Vollkaskostudium geben, jeder muss seinen Teil dazu beitragen." Sie selbst habe neben ihrem Studium gejobbt.
Die Ministerin kĂŒndigte Verbesserungen bei der Information ĂŒber einen möglichen BAföG-Bezug an. Auf dem Portal bafoeg-digital werde ein KI-gestĂŒtzter Chatbot eingebunden, der Fragen beantworte und beim AusfĂŒllen des Antrags unterstĂŒtze, sagte sie. "Die KI wird auch mit dem bestehenden BAföG-Rechner verbunden und kann damit unverbindlich und anonym eine Auskunft ĂŒber einen möglichen BAföG-Anspruch geben." Das neue Tool werde voraussichtlich noch in diesem Jahr zur VerfĂŒgung stehen.
BĂ€r sagte zugleich eine rasche Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zu. Ziel sei, besser zu werden bei den Befristungen. Der Gesetzentwurf sei jetzt in die LĂ€nder- und VerbĂ€ndeanhörung gegangen, die Verhandlungen zwischen Union und SPD liefen gut. Mit dem vorliegenden Referentenentwurf ihres Hauses schaffe man einen verlĂ€sslichen Rechtsrahmen und mehr Transparenz. Man verbessere die Arbeitsbedingungen und Planbarkeiten insbesondere durch die erstmalige EinfĂŒhrung von Mindestvertragslaufzeiten fĂŒr ErstvertrĂ€ge.
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