Tag, HumanitÀren

Tag der HumanitĂ€ren Hilfe: KĂŒrzungen bedrohen Millionen Menschenleben

15.08.2025 - 09:20:03 | presseportal.de

Freiburg/Berlin - Nahrungsmittel, Trinkwasser, medizinische Versorgung fallen weg, wÀhrend Zahl der Menschen zunimmt, die auf humanitÀre Hilfe angewiesen sind.

Tag der HumanitĂ€ren Hilfe: KĂŒrzungen bedrohen Millionen Menschenleben - Foto: presseportal.de

Caritas international warnt anlĂ€sslich des Tages der humanitĂ€ren Hilfe am 19. August vor den dramatischen Folgen der aktuellen KĂŒrzungen in der humanitĂ€ren Hilfe. Weltweit sind ĂŒber 300 Millionen Menschen auf UnterstĂŒtzung angewiesen - und dennoch schrumpfen die Hilfsbudgets 2025 um rund 60 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Drittel weniger als im Vorjahr. Besonders die USA und Deutschland haben ihre Mittel drastisch reduziert.

"Diese KĂŒrzungen sind nicht nur ein Haushaltsproblem - sie kosten Menschenleben", sagt Oliver MĂŒller, Leiter von Caritas international. Bereits heute fallen Hilfsangebote weg: In Äthiopien erhalten ĂŒber zwei Millionen Menschen keine Nahrungsmittelhilfe mehr, in Bangladesch verlieren tausende Rohingya-Kinder den Schulunterricht, im Kongo brechen medizinische Programme zusammen, und an der Grenze zwischen Myanmar und Thailand fehlen 81.000 GeflĂŒchteten sauberes Trinkwasser und medizinische Versorgung. Gleichzeitig ist die Cholera auf dem afrikanischen Kontinent auf dem Vormarsch, in 23 LĂ€ndern nimmt die Sterblichkeit zu.

Auch die Hilfsorganisationen selbst sind massiv betroffen. Und damit am Ende die HilfsbedĂŒrftigen, die aufgrund fehlender Helferinnen und Helfer nicht mehr versorgt werden können. Allein im Caritas-Netzwerk sind in den letzten Monaten mehr als 1.400 Stellen in Äthiopien und Bangladesch weggefallen. Weltweit werden rund 60.000 humanitĂ€re Helfer fehlen.

Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, fordert die Bundesregierung und internationale Partner auf, ihre humanitĂ€ren Verpflichtungen einzuhalten. "Wer jetzt spart, zahlt spĂ€ter mehr - durch InstabilitĂ€t, Konflikte und Fluchtbewegungen", betont MĂŒller.

Es schwinden jedoch nicht nur in dramatischer Weise die humanitĂ€ren Mittel, auch der Schutz der Helfenden wird mehr und mehr missachtet. 383 Helferinnen und Helfer wurden 2024 bei ihrem Engagement, anderen Menschen zu helfen, in 20 LĂ€ndern getötet. Allein in Gaza kamen 379 Helfende ums Leben. In diesem Jahr sind es weltweit bereits 245. "Wir sehen mit großer Sorge, dass immer hĂ€ufiger die humanitĂ€re Hilfe selbst ins Fadenkreuz von Konfliktparteien gerĂ€t. Das muss ein Ende haben. Die Helfenden mĂŒssen ohne Risiken Hilfe fĂŒr die BedĂŒrftigen leisten können. Dazu ist es auch nötig, dass das Völkerrecht wieder von allen gleichermaßen geachtet wird", fordert der Leiter von Caritas international.

"SolidaritĂ€t und Menschlichkeit dĂŒrfen nicht hinter nationalen Eigeninteressen zurĂŒckstehen", so Oliver MĂŒller weiter. HumanitĂ€re Hilfe mĂŒsse unabhĂ€ngig, neutral und ausschließlich am Bedarf der Menschen orientiert bleiben.

Caritas international ruft fĂŒr ihre Hilfsprogramme zu Spenden auf:

Caritas international

SozialBank

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33XXX

und

Diakonie Katastrophenhilfe

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen MitgliedsverbÀnden.

Pressekontakt:

Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Oliver MĂŒller (verantwortlich -292), Reiner Fritz
(Durchwahl -510).
www.caritas-international.de

Original-Content von: Caritas international ĂŒbermittelt durch news aktuell

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