Gefahr durch Islamisten weiter gegeben, warnt Verfassungsschutz
Veröffentlicht am: 05.05.2020 um 06:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Eine Sprecherin des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz teilte dem âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ die entsprechenden Informationen mit. Laut neuesten Datenerhebungen seien rund 12.150 Frauen und MĂ€nner dem salafistischen Spektrum zuzuordnen. Dementsprechend hoch sei nach wie vor die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus. Auch nach der Niederlage des âIslamischen Staatesâ in Syrien und Irak, seien weiterhin Strukturen verschiedener Ableger im Untergrund gegeben. Nach wie vor verwende man âden Westenâ als Feindbild, das es zu bekĂ€mpfen gelte. Dem Verfassungsschutz liegen Daten vor, laut denen mehr als 1.060 Islamisten aus Deutschland, nach Syrien und den Irak gezogen sind, um mit dem IS zu leben oder fĂŒr ihn zu kĂ€mpfen. Ein Drittel der ausgereisten Personen befindet sich mittlerweile wieder in Deutschland. Bei circa 100 Personen gilt es als sicher, dass diese dort an KĂ€mpfen oder anderen terroristischen Aktionen teilgenommen haben, oder zu diesem Zweck ausgebildet wurden. Allerdings stehen die VerdĂ€chtigen im Fokus von Justiz und Polizei. Demnach befindet sich zum einen die Zahl der Verurteilten derjenigen, die aus Syrien und dem Irak zurĂŒckgekehrt sind, im mittleren zweistelligen Bereich. Die Zahl derjenigen, die sich in irakischem oder syrischem Gewahrsam befinden, doch gerne ausreisen möchten, befindet sich laut dem Amt im unteren dreistelligen Bereich. Weitere Ausreisen in die entsprechenden Gebiete wĂŒrden nur noch in EinzelfĂ€llen registriert, so das Kölner Amt. 2011 gewann der IS nach Beginn des BĂŒrgerkriegs in Syrien massiv an StĂ€rke und Zahl, sodass es ihm möglich war, auch innerhalb europĂ€ischer Grenzen, TerroranschlĂ€ge zu verĂŒben. Mittlerweile sind aber sĂ€mtliche ehemals besetzten StĂ€dte befreit und die militĂ€rische Organisation des IS zerschlagen. Dennoch könne man laut Sicherheitsexperten nicht davon ausgehen, dass der IS komplett vernichtet oder besiegt sei. Die Gefahr sei lediglich nicht mehr so sichtbar wie zu Beginn. In Deutschland ging zwar ein GroĂteil der Gefahr von rechtsextremistischen TĂ€tern aus, Ă€uĂerte der auf den Vorfall in der Synagoge in Halle, den Mord an RegierungsprĂ€sident Walter LĂŒbke und den Morden von Hanau verweisende PrĂ€sident fĂŒr Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, doch dĂŒrfe man vor allem unter diesen UmstĂ€nden die islamistische Gefahr keinesfalls unterschĂ€tzen. Nach wie vor stufte Mitte Februar das Bundeskriminalamt circa 660 Islamisten als potenzielle GefĂ€hrder ein.
Redaktion ad-hoc-news.de, Bekia
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