Parteien, Familien

Breiter Widerstand gegen Elterngeld-Reform

07.05.2026 - 10:00:26 | dts-nachrichtenagentur.de

Gegen die geplante Elterngeld-Reform der Bundesregierung zeichnet sich breiter Widerstand ab.Die familienpolitische Sprecherin der SPD, Jasmina Hostert, sagte dem "Handelsblatt": "Gerade jetzt brauchen Familien StabilitÀt und VerlÀsslichkeit.

Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
KĂŒrzungen bei Kindern und Familien lehne ich ab." Auch die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack ĂŒbte scharfe Kritik. Wer jetzt darĂŒber nachdenke, beim Elterngeld zu kĂŒrzen, habe die Zeichen der Zeit nicht verstanden und handle dem Koalitionsversprechen zuwider, Familien in den Mittelpunkt zu stellen und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen zu stĂ€rken.

Auch Ökonomen sehen KĂŒrzungen kritisch. "Ich sehe nach aktuellem Stand kaum wesentliche Einsparpotenziale beim Elterngeld, ohne seinen Charakter grundlegend zu verĂ€ndern", sagte Wido Geis-Thöne vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) soll in ihrem Etat 500 Millionen Euro einsparen. Um die Ausgaben zu senken, soll Prien das Elterngeld reformieren. So sieht es der Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt vor. DIW-Ökonomin Katharina Wrohlich sagte: "Angesichts sinkender Geburtenraten wĂ€ren KĂŒrzungen bei einer der zentralen familienpolitischen Leistungen das falsche Signal." Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland so wenige Babys zur Welt wie noch nie seit 1946.

Die Union schlĂ€gt vor, zunĂ€chst an anderer Stelle im Familienetat zu kĂŒrzen. "Statt des Elterngelds könnten auch die Projektförderungen des Familienministeriums in den Blick genommen werden", sagte die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anne König. Als die frĂŒhere Familienministerin Lisa Paus (GrĂŒne) 2023 beim Elterngeld kĂŒrzte, sorgte das fĂŒr eine große öffentliche Protestwelle.

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