Parteien, Gesellschaft

GrĂŒnen-Chef Banaszak: Fitness allein macht noch keinen neuen Mann

06.07.2026 - 18:09:59 | dts-nachrichtenagentur.de

GrĂŒnen-Chef Felix Banaszak will in der Debatte um MĂ€nnlichkeit, die gerade in seiner Partei gefĂŒhrt wird, fĂŒr eine "Erweiterung von MĂ€nnerbildern" eintreten, aber nicht fĂŒr die "BestĂ€tigung von Klischees".

GrĂŒnen-Chef Banaszak: Fitness allein macht noch keinen neuen Mann
Parteien - Felix Banaszak (Archiv) 06.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"FĂŒrsorge und Verantwortung sind kein Widerspruch zu Fitness, aber Fitness alleine macht noch keinen neuen Mann", sagte Banaszak dem Nachrichtenportal T-Online. Er freue sich ĂŒber jeden Impuls zur Debatte, auch wenn er nicht jeden Ansatz teile, der diskutiert werde.

Hintergrund ist ein Manifest zur MĂ€nnlichkeit der GrĂŒnen, ĂŒber das das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet hatte. Darin geht es um die Auseinandersetzung mit Rollenbildern. Die Autoren versuchen, Wege zu finden, gezielt jĂŒngere MĂ€nner anzusprechen. Demnach haben 13 GrĂŒne den Text unterzeichnet, darunter Banaszaks Co-Parteichefin Franziska Brantner. Banaszak zĂ€hlt nicht zu den Unterzeichnern. Der "Spiegel" berichtete auch darĂŒber, dass das Thema Fitness von einigen Bundesabgeordneten verstĂ€rkt thematisiert wird.

Banaszak sagte weiter zu T-Online: "Viele MĂ€nner sind auf der Suche nach einem Rollenbild, das nicht lĂ€nger auf Gewalt und Dominanz beruht, sondern Gleichberechtigung und Respekt lebt. Auch grĂŒne MĂ€nner sind da in einer Suchbewegung." Er fragt: "Warum sind denn so viele junge MĂ€nner auf Orientierungssuche anfĂ€llig fĂŒr rechtsautoritĂ€re MĂ€nnlichkeitsbilder? Welche positiven Gegenbilder können progressive KrĂ€fte - und damit auch die GrĂŒnen - schaffen?"

Der Parteichef sagte, er sei gerne "stolzer Vorsitzender" einer feministischen Partei. "Feminismus ist nicht MĂ€nnerhass, sondern der Kampf gegen patriarchale VerhĂ€ltnisse", so Banaszak. Unter denen litten in erster Linie Frauen - aber eben auch MĂ€nner, die sich den herrschenden Geschlechterrollen nicht unterwerfen wollten oder könnten. "Wie kommen wir weiter in der Debatte? Ich plĂ€diere dafĂŒr, MĂ€nnern mit Wohlwollen und VerstĂ€ndnis zu begegnen - und sie gleichzeitig in die Verantwortung zu nehmen. DafĂŒr möchte ich in der Partei RĂ€ume schaffen."

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