HÀusliche Pflege: Linnemann will Familien stÀrker entlasten
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSPflegegesetz erreicht den Bundestag
- Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will betroffenen Familien die hÀusliche Pflege erleichtern.
- Die erste Beratung des Pflegeneuordnungsgesetzes findet an diesem Donnerstag im Bundestag statt.
- Linnemann setzt zusĂ€tzlich auf PrĂ€vention, Beratung und Rehabilitation gegen PflegebedĂŒrftigkeit.
Linnemann setzt auf Pflege zu Hause
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die hĂ€usliche Pflege stĂ€rken und betroffenen Familien den Pflegealltag erleichtern. Vor der ersten Beratung des Pflegeneuordnungsgesetzes im Bundestag an diesem Donnerstag verwies er auĂerdem auf PrĂ€vention, Beratung und Rehabilitation.
Familien sollen mehr UnterstĂŒtzung erhalten
Sein Ziel sei es, es betroffenen Familien leichter zu machen, sagte Linnemann der âRheinischen Postâ fĂŒr deren Donnerstagausgabe. PflegebedĂŒrftigkeit mĂŒsse möglichst verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.
Mehr gesunde Lebensjahre bedeuteten auch mehr LebensqualitÀt, mehr Freiheit sowie mehr Zeit mit Eltern und Enkeln, erklÀrte der Minister. Er kenne hÀusliche Pflege aus seiner eigenen Familie und wisse deshalb, dass Pflege in jeder Familie anders sei.
Erste Beratung im Bundestag
Mit der ersten Beratung beginnt die parlamentarische Auseinandersetzung mit dem Pflegeneuordnungsgesetz. Im Mittelpunkt der ĂuĂerungen Linnemanns stehen dabei die UnterstĂŒtzung pflegender Familien und ein frĂŒherer Zugang zu vorbeugenden sowie rehabilitativen Angeboten.
Die hĂ€usliche Pflege ist fĂŒr viele Familien der zentrale Ort der Versorgung. Angehörige ĂŒbernehmen dabei hĂ€ufig Betreuung, Organisation und Pflege, wĂ€hrend professionelle Dienste ergĂ€nzend tĂ€tig werden. Linnemanns Hinweis auf PrĂ€vention, Beratung und Rehabilitation zielt deshalb auf mehrere Phasen: PflegebedĂŒrftigkeit soll möglichst vermieden oder spĂ€ter erreicht werden, und Familien sollen frĂŒher UnterstĂŒtzung erhalten.
Die geplante erste Beratung des Pflegeneuordnungsgesetzes im Bundestag eröffnet die parlamentarische Debatte ĂŒber die kĂŒnftige Ausgestaltung der Pflege. Zur Reform gehören neben der hĂ€uslichen Versorgung auch Fragen nach Beratung, Leistungszugang und der Entlastung pflegender Angehöriger. FĂŒr Betroffene ist entscheidend, ob aus politischen Zielsetzungen konkrete, leicht zugĂ€ngliche Angebote und verlĂ€ssliche UnterstĂŒtzung im Alltag entstehen.
Pflege zwischen Familie und Finanzierung
Der Reformdruck wĂ€chst, weil PflegebedĂŒrftigkeit Familien, PflegekrĂ€fte und die sozialen Sicherungssysteme belastet. Eine stĂ€rkere Ausrichtung auf PrĂ€vention und Rehabilitation kann die SelbststĂ€ndigkeit lĂ€nger erhalten; sie ersetzt jedoch nicht die UnterstĂŒtzung fĂŒr Menschen, die bereits Pflege benötigen. Der weitere parlamentarische Verlauf wird zeigen, welche MaĂnahmen Gesetz werden und wie sie finanziert werden.
Deutschlandfunk: âLebenshilfe fordert fĂŒr Menschen mit Behinderung Nachbesserungen bei der Pflegereformâ (03.11.2026)
Der Beitrag ordnet die bevorstehende erste Lesung des Pflegeneuordnungsgesetzes aus Sicht der Lebenshilfe ein und macht deutlich, dass bei der Reform Nachbesserungen fĂŒr Menschen mit Behinderung gefordert werden. Damit liegt der Schwerpunkt auf der Ausgestaltung des Gesetzes und der Interessenvertretung, wĂ€hrend Linnemann die hĂ€usliche Pflege, PrĂ€vention und Rehabilitation hervorhebt.
WDR: âLive im Plenum: Pflegeneuordnung, Jugendschutz, NSU u.a.â (04.11.2026)
Der WDR fĂŒhrt die Pflegeneuordnung als Thema der Bundestagssitzung auf und bestĂ€tigt damit den parlamentarischen Termin. Der Beitrag setzt den Vorgang in den Ablauf der Plenarsitzung ein, wĂ€hrend die dts-Meldung die politischen Ziele des Gesundheitsministers fĂŒr Familien beschreibt.
Gemeinsam ist den BeitrÀgen der Fokus auf die anstehende parlamentarische Beratung. Unterschiede bestehen beim Blickwinkel: WÀhrend Linnemann die hÀusliche Pflege stÀrken will, stehen bei den ergÀnzenden Berichten Gesetzesdetails, Interessenvertretungen und der Sitzungsablauf im Vordergrund.
