Rehabilitierung homosexueller Soldaten - bisher 178 AntrÀge
08.08.2023 - 15:34:34 | dpa.de
Bei der Bundeswehr sind in den zwei Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes ĂŒber die Rehabilitierung homosexueller Soldaten 178 AntrĂ€ge auf Wiedergutmachung eingegangen.
Dies sei weniger als erwartet, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit. In einem Evaluierungsbericht stellt das Ministerium aber fest: «Die Ziele des Gesetzes wurden erreicht.»
So ziele das Gesetz nicht nur auf individuelle Rehabilitierung Einzelner, sondern auch auf kollektive RehabilitierungsmaĂnahmen wie die Aufhebung wehrdienstgerichtlicher Urteile. «Die kollektiven Wirkungen des Gesetzes als Baustein fĂŒr mehr Akzeptanz und Toleranz sexueller Vielfalt in der Bundeswehr gehen weit ĂŒber die reine Bewertung der Zahl von Rehabilitierungen und EntschĂ€digungen hinaus», hieĂ es. Als symbolische Wiedergutmachung seien bislang rund 400.000 Euro an die Berechtigten ausgezahlt worden.
Der Bundestag hatte 2021 beschlossen, dass homosexuelle Soldaten fĂŒr ihre Benachteiligung in der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee der DDR entschĂ€digt und rehabilitiert werden. Homosexuelle Handlungen waren in der Bundesrepublik bis 1969 eine Straftat und beschĂ€ftigten auch die Truppendienstgerichte. Homosexuelle Soldaten mussten in den Anfangsjahren der 1955 gegrĂŒndeten Bundeswehr damit rechnen, degradiert oder entlassen zu werden. SpĂ€ter konnten sie zwar in den StreitkrĂ€ften bleiben, wurden aber nicht mehr mit FĂŒhrungsaufgaben betraut.
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