Ilse Aigner: CSU sieht gute Chancen fĂŒr BundesprĂ€sidentenamt
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 21:02 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBundesversammlung plant Nachfolge Steinmeiers
- Die Bundesversammlung soll am 30. Januar einen Nachfolger fĂŒr Frank-Walter Steinmeier wĂ€hlen.
- WahlvorschlÀge können Mitglieder der Bundesversammlung schriftlich bei der BundestagsprÀsidentin einreichen.
- Die Union wird die meisten Mitglieder stellen und könnte gemeinsam mit der SPD eine Mehrheit bilden.
CSU wirbt fĂŒr Aigner als Nachfolgerin Steinmeiers
CSU-GeneralsekretĂ€r Martin Huber sieht gute Chancen fĂŒr Ilse Aigner als Kandidatin der Union fĂŒr das Amt der BundesprĂ€sidentin. Ausschlaggebend sind aus seiner Sicht die lobenden Worte der MinisterprĂ€sidenten Mario Voigt aus ThĂŒringen und Michael Kretschmer aus Sachsen.
Huber verweist auf mögliches Ergebnis
âDiese UnterstĂŒtzung zeigt die hohe Akzeptanz fĂŒr das Angebot einer Kandidatin, die gute Chancen auf ein starkes Ergebnis bereits im ersten Wahlgang hĂ€tteâ, sagte Huber der âRheinischen Postâ fĂŒr deren Donnerstagausgabe. Ein solches Ergebnis wĂŒrde zugleich ein starkes Signal fĂŒr die demokratische Mitte bedeuten.
Wahltermin steht fest
Die Bundesversammlung soll am 30. Januar einen Nachfolger fĂŒr Frank-Walter Steinmeier wĂ€hlen. WahlvorschlĂ€ge kann jedes Mitglied der Bundesversammlung schriftlich bei der PrĂ€sidentin des Bundestages einreichen.
Union hat stÀrkste Ausgangsposition
Die Union wird in der Bundesversammlung die meisten Mitglieder stellen und könnte beispielsweise gemeinsam mit der SPD eine Mehrheit bilden. Eine offizielle Nominierung gibt es bislang nicht.
Söder brachte Aigner im April ins GesprÀch
Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder hatte Aigner bereits im April als mögliche Kandidatin ins Spiel gebracht. Die aktuelle UnterstĂŒtzung aus ThĂŒringen und Sachsen verstĂ€rkt damit die Debatte ĂŒber ihre mögliche Bewerbung fĂŒr das höchste Staatsamt.
Die BundesprĂ€sidentenwahl am 30. Januar rĂŒckt in den Mittelpunkt der unionsinternen Personaldebatte. Ilse Aigner verfĂŒgt als PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags ĂŒber ein herausgehobenes politisches Amt und wĂ€re die erste Frau an der Spitze des Staates, sollte sie nominiert und gewĂ€hlt werden.
FĂŒr die Union ist die Ausgangslage besonders relevant, weil sie in der Bundesversammlung die stĂ€rkste Fraktion stellen soll. Eine gemeinsame Entscheidung von CDU und CSU könnte damit den entscheidenden Ausgangspunkt fĂŒr Verhandlungen mit der SPD und weiteren Parteien bilden. Eine Mehrheit im ersten Wahlgang wĂŒrde allerdings eine abgestimmte Kandidatur und ausreichende UnterstĂŒtzung ĂŒber die Unionsreihen hinaus voraussetzen.
Personalfrage bleibt offen
Die UnterstĂŒtzung durch fĂŒhrende CDU-MinisterprĂ€sidenten erhöht den politischen Druck, eine gemeinsame Linie zu finden. Zugleich liegt bislang keine offizielle Nominierung vor; neben Aigner wird weiterhin ĂŒber eine mögliche Kandidatin aus der CDU beraten. FĂŒr die weitere Debatte kommt es deshalb darauf an, ob die Union ihre PrĂ€ferenz bĂŒndelt und welche Parteien sie fĂŒr eine Wahl im ersten Wahlgang gewinnen kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: âWahl des Staatsoberhaupts: Auch Kretschmer wirbt fĂŒr Aigner als BundesprĂ€sidentinâ (04.11.2026)
Der Artikel bestĂ€tigt Kretschmers UnterstĂŒtzung fĂŒr Aigner und setzt den Schwerpunkt auf die wachsende RĂŒckendeckung aus der CDU. Eine offizielle Nominierung ist damit weiterhin nicht verbunden.
tagesschau: âWeitere UnterstĂŒtzung aus der CDU: Voigt spricht sich fĂŒr Aigner als BundesprĂ€sidentin ausâ (04.11.2026)
Die Meldung stellt Voigts UnterstĂŒtzung heraus und ordnet sie als weiteren CDU-Zuspruch nach Kretschmer ein. Im Mittelpunkt steht damit die parteiĂŒbergreifende Unionsdebatte ĂŒber Aigners mögliche Kandidatur.
Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigen die UnterstĂŒtzung aus der CDU, setzen aber unterschiedliche Akzente: Der stern hebt Kretschmer hervor, wĂ€hrend die tagesschau Voigts Stellungnahme und deren Einordnung in die Reihenfolge der UnterstĂŒtzer betont. Offen bleibt die formelle Entscheidung der Union.
