Deutschland, Migration

Weniger AsylantrÀge - Dobrindt sieht sich bestÀtigt

01.05.2026 - 18:15:53 | dpa.de

Im April wurden weniger AsylerstantrÀge gestellt. Innenminister Dobrindt ist zufrieden und spricht von einer «Migrationswende».

  • Nicht nur in Deutschland, auch in anderen EU-Staaten kommen weniger Asylbewerber an. (Symbolbild) - Foto: Boris Roessler/dpa
    Nicht nur in Deutschland, auch in anderen EU-Staaten kommen weniger Asylbewerber an. (Symbolbild) - Foto: Boris Roessler/dpa
  • Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die gesunkene Zahl von AsylerstantrĂ€gen als Erfolg. (Archivfoto) - Foto: Markus Lenhardt/dpa
    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die gesunkene Zahl von AsylerstantrÀgen als Erfolg. (Archivfoto) - Foto: Markus Lenhardt/dpa
Nicht nur in Deutschland, auch in anderen EU-Staaten kommen weniger Asylbewerber an. (Symbolbild) - Foto: Boris Roessler/dpa Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die gesunkene Zahl von AsylerstantrÀgen als Erfolg. (Archivfoto) - Foto: Markus Lenhardt/dpa

Im April haben deutlich weniger Menschen in Deutschland erstmals einen Asylantrag gestellt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Nach Informationen des Bundesinnenministeriums nahm das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat 6.144 AntrĂ€ge auf Schutz entgegen. Das waren knapp ein Drittel weniger als im April 2025. Damals hatte das Bamf 9.108 AsylerstantrĂ€ge gezĂ€hlt. 

Die Entwicklung in Deutschland entspricht einem europaweiten Trend: In der gesamten EU wurden 2025 etwa 780.200 AsylantrĂ€ge registriert, was einem RĂŒckgang um etwa ein FĂŒnftel im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die von seiner AmtsvorgĂ€ngerin Nancy Faeser (SPD) bereits auf alle deutschen Landgrenzen ausgeweiteten Grenzkontrollen im Mai 2025 intensiviert. Außerdem wies er die Bundespolizei an, auch Asylbewerber zurĂŒckzuweisen - mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedĂŒrfen. 

Dobrindt spricht von «Migrationswende»

Der Minister sieht sich durch die gesunkenen Asylzahlen in seinem Kurs bestÀrkt. Er sagt: «Wir haben aus einer Migrationswelle die Migrationswende gemacht.» Die Bundesregierung setze auf Kontrolle und sei dabei, einen neuen Migrationspakt in Europa zu etablieren, «um die Zahlen der illegalen Migration weiter zu reduzieren».

Am 12. Juni tritt die europĂ€ische Asylreform in Kraft. DarĂŒber war jahrelang verhandelt worden. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten noch auf zusĂ€tzliche verschĂ€rfte Regeln geeinigt. Dazu zĂ€hlt etwa, dass EU-Staaten Menschen einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben. 

Verbindungselement gestrichen

Bislang war es nötig, dass Asylsuchende eine enge Verbindung zu einem solchen Drittstaat haben, etwa durch Familienangehörige oder einen lĂ€ngeren Aufenthalt. KĂŒnftig soll es schon reichen, wenn ein Abkommen zwischen einem Mitgliedstaat und dem Drittstaat besteht. 

Beschlossen wurde zudem eine EU-weit geltende Liste sogenannter sicherer Herkunftsstaaten. Dabei geht es um die nordafrikanischen LĂ€nder Marokko, Tunesien und Ägypten sowie das Kosovo, Kolumbien und die sĂŒdasiatischen Staaten Indien und Bangladesch. In diese LĂ€nder soll kĂŒnftig schneller aus Deutschland und anderen EU-Staaten abgeschoben werden können – allerdings nicht zwingend automatisch, die AsylgrĂŒnde werden geprĂŒft.

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