Bundesliga, SC Freiburg

Dank Jokertoren: Freiburg dreht Partie nach VfB-Hackentor

13.09.2025 - 17:37:55 | dpa.de

Im Duell mit dem VfB sieht es lange nach der dritten Niederlage des SC Freiburg in Serie aus. Ein Hackentor des VfB ist ein Highlight. Dann verzĂŒcken NeuzugĂ€nge als Joker die SC-Fans.

Per Hacke erzielte Ermedin Demirovic (verdeckt) das 1:0 der Schwaben - Freiburgs Torwart Noah Atubolu streckt sich vergeblich. - Foto: Tom Weller/dpa

Dank Moral und spĂ€ter Treffer hat der SC Freiburg im Baden-WĂŒrttemberg-Duell mit dem VfB Stuttgart den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Trotz eines 0:1-RĂŒckstands und eines sehenswerten Hackentreffers des VfB setzten sich die Badener von Trainer Julian Schuster mit 3:1 (0:1) durch.

Die beiden eingewechselten NeuzugĂ€nge Igor Matanovic (81.) und Derry Scherhant (86.) erlösten die zuvor punktlosen Badener, die lange einem RĂŒckstand vergeblich hinterhergelaufen waren und an den ersten beiden Spieltagen zweimal verloren hatten. Matanovic verwandelte zudem in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum Endstand. Die Freiburger gewannen das Spiel, verloren aber noch Johan Manzambi per Roter Karte (90.+8).

Der frĂŒhere Freiburger StĂŒrmer Ermedin Demirovic hatte die Stuttgarter famos per Hacke in FĂŒhrung gebracht (20.). Der VfB verpasste aber den erhofften zweiten Sieg in Serie.

Demirovic zaubert in zÀher Halbzeit

Die zwei Europa-League-Teilnehmer lieferten vor 34.700 Zuschauern eine zĂ€he erste Halbzeit ab. Mit dem Demirovic-Highlight mussten die Freiburger dann nach dem Fehlstart in die Saison den nĂ€chsten RĂŒckschlag hinnehmen. Nach einer Hereingabe von Jamie Leweling behauptete sich der StĂŒrmer mit dem RĂŒcken zum Tor im Zweikampf mit Maximilian Eggestein. Statt aus der Drehung zu schießen, schloss der TorjĂ€ger abgezockt per Hacke ab – und traf prĂ€zise links unten ins Eck.

Nick Woltemade hatte sich Richtung Newcastle verabschiedet, die Verpflichtung von Hyeon-Gyu Oh vom KRC Genk als Ersatz war kurzfristig gescheitert, Deniz Undav verletzte sich am Knie. So steht Demirovic, der von 2020 bis 2022 fĂŒr die Freiburger gespielt hatte, als verbliebener klassischer MittelstĂŒrmer der Schwaben zwangslĂ€ufig im Fokus – und erfĂŒllte die Hoffnungen von Trainer Sebastian Hoeneß mit dem 1:0 auf außergewöhnliche Weise. FĂŒr einen Punkt war das am Ende aber zu wenig.

Zwei DebĂŒtanten in der VfB-Startelf

In der Offensive hatte Hoeneß zudem direkt die beiden kurzfristig verpflichteten OffensivkrĂ€fte in die Startelf beordert. Bilal El Khannouss gab seinen Einstand im zentralen Mittelfeld, Badredine Bouanani auf dem rechten FlĂŒgel. Doch abgesehen von der FĂŒhrung blieben die GĂ€ste in der Offensive harmlos, auch der Sport-Club wurde nicht gefĂ€hrlich genug.

Niklas Beste (28.), Johan Manzambi (34.) und Patrick Osterhage per Kopfball in der Nachspielzeit der ersten HĂ€lfte vergaben fĂŒr die Gastgeber. Einen ersten Aufreger hatte es nach einer Viertelstunde gegeben, als Manzambi im Strafraum zu Fall kam, Schiedsrichter Daniel Siebert aber nicht auf Elfmeter entschied.

Freiburg drÀngt bis zur wilden Schlussphase vergeblich

Nach dem Seitenwechsel bemĂŒhte sich der Sport-Club verstĂ€rkt um den Ausgleich, belohnte sich aber lange nicht. Der VfB war weitgehend in der Defensive gefordert. Lange taten sich die Freiburger in der Offensive allerdings schwer. Rechtsverteidiger Lukas KĂŒbler scheiterte an VfB-Torwart Alexander NĂŒbel (52.), Manzambis Schuss kurz darauf wurde abgeblockt.

Insgesamt blieben die Chancen bis in die wilde Schlussphase wenig zwingend. Den Freiburgern drohte die dritte Bundesliga-Niederlage in Serie, bis die Joker Matanovic und Scherhant die Freiburger AnhĂ€nger doch noch entzĂŒckten. Vor dem Strafstoß war Manzambi gefoult worden.

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