Ministerium: Weniger LebensmittelabfÀlle in SupermÀrkten
03.12.2024 - 15:00:18 | dpa.deDer GrĂŒnen-Politiker sagte: "Der Stein ist ins Rollen gebracht." Nach einer ersten Zwischenbilanz des bundeseigenen ThĂŒnen-Forschungsinstituts ergab sich ĂŒber alle Unternehmen hinweg im vergangenen Jahr eine Reduzierung der LebensmittelabfĂ€lle um 24 Prozent im Vergleich zu einem jeweils bestimmten Basisjahr. ZunĂ€chst berichtete das Portal "t-online" darĂŒber.
Hintergrund ist eine Vereinbarung, die 14 Handelsunternehmen 2023 mit dem Ministerium eingegangen sind. Bis 2025 sollen LebensmittelabfĂ€lle demnach um 30 Prozent verringert und bis 2030 halbiert werden. Festgehalten wurden auch konkrete MaĂnahmen. So sollen LĂ€den verstĂ€rkt Lebensmittel weitergeben und Kooperationen mit Tafeln und anderen sozialen Einrichtungen ausbauen. Vorgesehen sind auch Verbesserungen in Logistik- und KĂŒhlketten.
Auf der Ebene der einzelnen Unternehmen liege allerdings "eine breite Streuung der Reduzierungsrate" vor, erlĂ€uterte das ThĂŒnen-Institut. Eine weitere Datenauswertung 2026 werde daher zeigen, ob das Zwischenziel fĂŒr 2025 jeweils erreicht worden sei.
An der freiwilligen Vereinbarung beteiligen sich unter anderem die groĂen Supermarkt- und Discounterketten Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Metro DE000BFB0019, Netto, Norma, Penny und Rewe.
Die teilnehmenden Unternehmen hĂ€tten 89.000 Tonnen aussortierter Waren als Lebensmittel und gut 6.100 Tonnen als Futtermittel weitergeben, heiĂt es in der Auswertung des Instituts. Als Abfall entsorgt wurden demnach 300.755 Tonnen. Die Berechnung baute den Angaben zufolge darauf auf, wie viel vom Gesamtumsatz jeweils als nicht mehr verkaufsfĂ€hig erfasst worden ist.
Ziel der Bundesregierung ist, LebensmittelabfĂ€lle bis 2030 zu halbieren. Noch die vorherige Regierung hatte dazu eine Strategie angestoĂen, die Regelungen auf freiwilliger Basis fĂŒr die jeweiligen Stufen der Lebensmittelkette von der Ernte zum Teller anstrebt. Auch eine Zielvereinbarung fĂŒr die AuĂer-Haus-Verpflegung der Gastronomie wurde schon abgeschlossen.
JĂ€hrlich landen in Deutschland elf Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem MĂŒll, wie das Statistische Bundesamt nach Daten fĂŒr 2020 ermittelte. Dabei entfielen 7 Prozent oder 762 000 Tonnen auf den Handel. Der GroĂteil entstand mit 59 Prozent in Privathaushalten. Weitere 17 Prozent fielen in GaststĂ€tten und Kantinen an, 15 Prozent in der Verarbeitung und 2 Prozent in der Landwirtschaft.
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