Streik, FlugausfÀllen

Streik fĂŒhrt zu einzelnen FlugausfĂ€llen bei Discover

27.08.2024 - 15:38:50 | dpa.de

Im Lufthansa-Konzern wird erneut gestreikt. Bei der jungen Gesellschaft Discover rangeln drei Gewerkschaften um Einfluss, vereinzelt fallen FlĂŒge aus. Passagiere mĂŒssen noch durchhalten.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo rechnet damit, dass Lufthansa mit der Umverteilung von FlĂŒgen auf andere Konzerngesellschaften die Auswirkungen des Streiks abmildern wird. - Foto: Andreas Arnold/dpa

Am ersten Streiktag von Piloten und Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Tochter Discover Airlines kommt es zu vereinzelten FlugausfĂ€llen. Der Großteil der am Dienstag geplanten rund 55 FlĂŒge könne aber durchgefĂŒhrt werden, erklĂ€rte das Unternehmen. Nur «vereinzelt» habe man FlĂŒge streichen mĂŒssen, sagte eine Sprecherin.

Auf der WebprĂ€senz des Flughafenbetreibers Fraport waren am Dienstag sieben annullierte FlĂŒge aufgefĂŒhrt, darunter Verbindungen nach Palma de Mallorca, Ibiza und Mykonos. 

Discover Airlines will Streikfolgen begrenzen

Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo hatten Piloten und Kabinenpersonal zu einem viertĂ€gigen Streik aufgerufen, der bis einschließlich Freitag dauern soll. Betroffen sind alle AbflĂŒge aus Deutschland. Im gesamten Streikzeitraum waren nach Angaben von Discover rund 270 FlĂŒge ab Frankfurt und MĂŒnchen geplant. 

Man tue alles, um die Folgen des Streiks zu begrenzen, erklĂ€rte Discover Airlines. Einzelne Kurzstrecken wĂŒrden am Dienstag von Partner-Airlines ĂŒbernommen, dadurch ergĂ€ben sich fĂŒr FluggĂ€ste keine verĂ€nderten ReiseplĂ€ne. «Auch fĂŒr die nĂ€chsten Tage bleibt es unsere PrioritĂ€t, so viele FlĂŒge wie möglich fĂŒr unsere Passagiere durchzufĂŒhren.» Kunden sollten regelmĂ€ĂŸig ihren Flugstatus prĂŒfen und Kontaktdaten in ihrer Buchung hinterlegen.

Der 2021 gegrĂŒndete Ferienflieger Discover Airlines hat 27 Maschinen, mit denen er Urlaubsziele in Europa und Übersee anfliegt. An Bord arbeiten rund 1.900 Menschen.

Keine AnnÀherung zwischen Gewerkschaften und Unternehmen

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo rechnet damit, dass Lufthansa mit der Umverteilung von FlĂŒgen auf andere Konzerngesellschaften die Auswirkungen des Streiks abmildern wird. Die Gewerkschaft hĂ€lt es aber fĂŒr denkbar, dass die Folgen des Streiks in den kommenden Tagen wachsen. Zu einer Kundgebung am Flughafen Frankfurt kamen nach Ufo-Angaben rund 100 Menschen. Neue Bewegung im Tarifstreit seitens der Airline habe es bisher nicht gegeben, sagte Harry JĂ€ger, Leiter Tarifpolitik bei Ufo.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi, die bei der noch jungen Fluggesellschaft erste TarifvertrĂ€ge fĂŒr Piloten und Flugbegleiter der Discover abgeschlossen hat. Neben regelmĂ€ĂŸigen Lohnsteigerungen fĂŒr beide Berufsgruppen bis Ende 2027 zwischen 16 und 38 Prozent enthĂ€lt der Verdi-Vertrag Regelungen von Zulagen und Arbeitszeit, betrieblicher Altersvorsorge oder Hilfen beim Verlust der Fluglizenz.

Die Forderungen von Ufo und VC weichen inhaltlich kaum vom Abschluss mit Verdi ab. Die Spartengewerkschaften wollen aber eigene Tarifwerke durchsetzen. Verdi habe im Flugbetrieb nicht ausreichend viele Mitglieder, meinen sie. FĂŒr die Gewerkschaften VC und Ufo geht es auch um den Einfluss im Lufthansa-Stammkonzern, in dem sie tariflich fest verwurzelt sind. Bereits im Winter war es zu einer Streikwelle bei Discover gekommen.

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