Karl Lauterbach, Krankenhausreform

Lauterbach vor Gipfel zur Krankenhausreform optimistisch

Veröffentlicht am: 01.06.2023 um 09:20 Uhr | dpa.de

Im Ringen um die umstrittene Krankenhausreform berĂ€t der Bundesgesundheitsminister heute mit seinen LĂ€nderkollegen. Lauterbach verteidigt die Reform: Ohne sie wĂŒrde ein Viertel der KrankenhĂ€user sterben.

«Ich gehe weiterhin davon aus, dass das Cannabis-Gesetz in der Woche vom 19. bis zum 23. Februar im Bundestag verabschiedet wird»: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. - Bild: Carsten Koall/dpa
«Ich gehe weiterhin davon aus, dass das Cannabis-Gesetz in der Woche vom 19. bis zum 23. Februar im Bundestag verabschiedet wird»: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. - Bild: Carsten Koall/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich vor weiteren Beratungen mit seinen LÀnderkollegen zur umstrittenen Krankenhausreform optimistisch gezeigt. «Wir sind mit den LÀndern gut unterwegs», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Lauterbach will mit den LĂ€ndern vor allem ĂŒber geplante Einstufungen des Kliniknetzes mit einer entsprechenden Finanzierung diskutieren - von der wohnortnahen Grundversorgung ĂŒber eine zweite Stufe mit weiteren Angeboten bis zu Maximalversorgern wie UniversitĂ€tskliniken. Geplant sind auch einheitliche QualitĂ€tskriterien, damit Kliniken bestimmte Leistungen erbringen können.

Von der Reform seien deutschlandweit 1719 Kliniken in Deutschland betroffen, so Lauterbach. «Wir werden Kliniken verlieren, aber ohne die Reform verlieren wir viel mehr und unsystematisch.» Ohne die Reform wĂŒrden wohl 25 Prozent der KrankenhĂ€user sterben, hatte Lauterbach zuvor der «Bild»-Zeitung gesagt.

Die KrankenhĂ€user mĂŒssten sich spezialisieren. «Es kann nicht jeder alles machen», sagte Lauterbach. Im lĂ€ndlichen Raum bedeute das möglicherweise eine lĂ€ngere Anfahrt fĂŒr eine Knie- oder HĂŒftoperation, dafĂŒr aber ein besseres Ergebnis.

de | politik | 63746242 |