Kassenchef wirft Koalition Einknicken vor Pharma vor
12.05.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Pharmalobby argumentiert immer wieder, dass es zwischen der Entscheidung, in einem Land zu forschen und zu produzieren, und den Arzneimittelpreisen einen direkten Zusammenhang gibt. Das ist Unsinn", so der Kassenchef. Auch die Drohung der Industrie, bei zu niedrigen Preisen bestimmte Medikamente nicht mehr in Deutschland auf den Markt zu bringen, wies Baas als unglaubwĂŒrdig zurĂŒck. Deutschland habe nach den USA die höchsten Arzneimittelpreise, sagte er. Kein Pharmakonzern könne es sich leisten, sich aus einem der weltweit interessantesten MĂ€rkte zurĂŒckzuziehen.
Kritik ĂŒbte Baas auch an der Debatte in der Koalition ĂŒber eine Senkung der Zahl der Krankenkassen. Er halte die Debatte fĂŒr ein Ablenkungsmanöver der Politik, der Einspareffekt wĂ€re selbst im besten Fall marginal, sagte er. Die Mehrzahl der BeschĂ€ftigten einer Kasse befasse sich mit konkreten Belangen der Versicherten. "Sprich: Beim Personal sind kaum Einsparungen möglich." Den geplanten Gehaltsdeckel fĂŒr das FĂŒhrungspersonal von Krankenkassen kritisierte er als kontraproduktiv. Krankenkassen brauchten hoch qualifizierte Leute - schlieĂlich mĂŒssten sie mit Ărzten, KrankenhĂ€usern oder der Pharmaindustrie auf Augenhöhe verhandeln, sagte er. "Nur Top-Qualifizierte können in solchen Verhandlungen das Beste fĂŒr die Beitragszahler herausholen", mahnte der Kassenchef.
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