Schuldenbremse: Saleh drĂ€ngt Wegner zu LĂ€nder-Initiative fĂŒr Reform
15.04.2024 - 06:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Wenn er nicht mitmacht, muss man den Weg eben ĂŒber die LĂ€nder gehen." Der Berliner SPD-Chef will fĂŒr diesen Fall eine Bundesratsinitiative aus der Hauptstadt auf den Weg bringen. Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat einen entsprechenden Antrag bereits beschlossen. Nun lĂ€ge es an Wegner und der Berliner CDU-Fraktion, gemeinsam mit diesem Instrument Druck auf die Bundes-CDU aufzubauen. Die Argumente in der Debatte seien alle ausgetauscht, nun brauche es eine Entscheidung. "Kai Wegner muss jetzt klarmachen, was er wirklich will. Ist er bereit, eine Reform der Schuldenbremse mit uns anzustreben, oder nicht", sagte der Berliner SPD-Chef. Angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse hĂ€lt die Debatte ĂŒber eine Reform der Regelung seit Monaten an. Neben der FDP stellt sich bislang auch die Bundes-CDU um den Partei- und Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz gegen das Vorhaben. Auch deren Stimmen wĂ€ren im Bundestag fĂŒr eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Ănderung des Grundgesetzes nötig. Allerdings wĂ€chst es innerhalb der CDU die Kritik an dem Kurs. Mehrere Unions-MinisterprĂ€sidenten wie Boris Rhein aus Hessen und Sachsen-Anhalts Landeschef Reiner Haseloff hatten sich angesichts der schwierigen Haushaltslage zuletzt offen fĂŒr eine Reform gezeigt. Am deutlichsten fordert seit Monaten Kai Wegner seinen Parteichef Merz öffentlich zu einem Umdenken auf. Bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Dass es einer Reform der Fiskalpolitik bedarf, hĂ€lt Saleh fĂŒr unstrittig. "Die Schuldenbremse, wie sie im Grundgesetz verankert ist, ist nicht mehr zeitgemĂ€Ă. Sie ist eine Investitionsbremse fĂŒr die Infrastruktur unseres Landes." Der Druck auf die öffentlichen Haushalte sei massiv. "In Berlin, im Bund und allen anderen BundeslĂ€ndern ist die Lage wegen der vielen Krisen angespannt", sagte Saleh. Deutschland könne es sich nicht leisten, auf zusĂ€tzliche Finanzmittel durch Kredite fĂŒr Investitionen zu verzichten. Andernfalls fahre man das Land auf VerschleiĂ. "Was wir jetzt nicht in die Infrastruktur investieren, zahlen wir in der Zukunft doppelt und dreifach. Das ist nicht wirtschaftlich", sagte der Berliner SPD-Chef dem "Tagesspiegel".
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