Streit um mögliches Huawei-Verbot im 5G-Netz hÀlt an
20.12.2023 - 16:41:30 | dts-nachrichtenagentur.deBereits im September waren PlĂ€ne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) bekannt geworden, chinesische Technologie-Anbieter aus zentralen Teilen des neuen Mobilfunknetzes rasch auszuschlieĂen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland (O2) sollten demnach ihre Kernnetze bis Ende 2025 von kritischen Komponenten chinesischer Herkunft befreien. Bis 2026 sollten im Zugangsnetz möglichst die groĂen Metropolen - allen voran die Hauptstadt Berlin, frei von chinesischen Bauteilen von Huawei und ZTE sein. Auch die China-Strategie und die Nationale Sicherheitsstrategie der Regierung mahnen mehr Schutz kritischer Infrastrukturen an. Noch immer aber gibt es keinen finalen Beschluss der Regierung, auch weil das fĂŒr Digitales verantwortliche Verkehrsministerium unter Leitung von Volker Wissing (FDP) die PlĂ€ne des Innenministeriums dem Vernehmen nach ablehnt. Das Ressort fĂŒrchte, der 5G-Ausbau wĂŒrde teurer und verlangsame sich, heiĂt es in Regierungskreisen. Das Ministerium Ă€uĂerte sich am Mittwoch nicht zur Kritik. Innenministerin Faeser mahnte derweil erneut eine Lösung an. "Ich habe drei Sicherheits-PrioritĂ€ten, wenn es um GefĂ€hrdungen aus China geht: Wir mĂŒssen Risiken frĂŒhzeitig erkennen, Gefahren abwehren und anders als in der Vergangenheit einseitige AbhĂ€ngigkeiten vermeiden", sagte Faeser der SZ. "Wir mĂŒssen unabhĂ€ngiger und krisenfester werden." Ihr Ministerium prĂŒfe und berate "gerade intensiv, wie wir mit schon im 5G-Netz verbauten chinesischen Komponenten umgehen." Auch die Union plĂ€dierte fĂŒr den Abbau der AbhĂ€ngigkeiten im Mobilfunk. "NatĂŒrlich ist die Reduzierung der AbhĂ€ngigkeit ein langer Prozess und fĂŒr die betroffenen Unternehmen schwierig", sagte die stellvertretende Unionsfraktionschefin Andrea Lindholz (CSU). "Im Zweifel mĂŒssen die Sicherheitsinteressen aber Vorrang vor den Wirtschaftsinteressen haben." Wenn sich der FDP-Verkehrsminister dem nicht beuge, mĂŒsse "der Bundeskanzler ein Machtwort sprechen", so Lindholz.
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