Deutschland, Spanien

Innenminister Dobrindt verlÀngert Grenzkontrollen

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 15:35 Uhr | dpa.de

In der EU ist die Regelung umstritten: Doch Deutschland will an der Kontrolle seiner Grenzen festhalten – auch wegen der jĂŒngsten Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta.

Seit September 2024 gibt es die Kontrollen. (Archivbild) - Bild: Carsten Koall/dpa
Seit September 2024 gibt es die Kontrollen. (Archivbild) - Bild: Carsten Koall/dpa

Angesichts Zehntausender FlĂŒchtlinge in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an der Kontrolle der deutschen Landesgrenzen festhalten. «Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen ĂŒber den September hinaus verlĂ€ngern», kĂŒndigte der CSU-Politiker an. Um die bisherigen Erfolge beim ZurĂŒckdrĂ€ngen der illegalen Migration zu erhalten, mĂŒssten «flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen» aufrechterhalten werden. Bis wann die Kontrollen verlĂ€ngert werden sollen, sagte Dobrindt nicht.

Obwohl die Grenzen innerhalb der EU eigentlich offen sein sollen, wird seit dem 16. September 2024 wieder an allen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudĂ€mmen. Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung dreimal verlĂ€ngert – zuletzt bis Mitte September 2026.

«Die Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration», erklÀrte Dobrindt die erneute VerlÀngerung. In den vergangenen Tagen waren SchÀtzungen der regionalen Behörden zufolge rund 60.000 Migranten von Marokko aus irregulÀr in die spanische Exklave gelangt.

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