VfB stĂŒrzt Heidenheim stĂ€rker in die Krise
15.12.2024 - 17:24:13 | dpa.de
Dank des Premierensiegs auf der rauen Ostalb hat der VfB Stuttgart seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Mit dem 3:1 (2:1) versetzte die Elf von Trainer Sebastian HoeneĂ ihre Fans in Adventsstimmung und stĂŒrzte den 1. FC Heidenheim tiefer in die Negativspirale.Â
Maximilian MittelstĂ€dt (20.), Enzo Millot (45.+2) und Nick Woltemade mit einem verwandelten Foulelfmeter (85.) sorgten dafĂŒr, dass die Stuttgarter ihren Champions-League Schwung vom 5:1 gegen Bern in einen Erfolg ummĂŒnzen konnten. Paul Wanner (41.) lieĂ mit seinem sehenswerten zwischenzeitlichen Ausgleich die Gastgeber zunĂ€chst hoffen, ehe Woltemade alles klarmachte.Â
Am Ende stand die sechste Heidenheimer Niederlage in der FuĂball-Bundesliga in Serie. WĂ€hrend sich der VfB mit guter Laune auf den Jahresabschluss gegen den FC St. Pauli vorbereiten kann, gerieten die stark angeschlagenen Heidenheimer vor dem Auftritt in Bochum noch stĂ€rker unter Druck. Es droht das Ăberwintern auf dem Relegationsrang. Am Donnerstag treten sie zuvor noch gegen den FC St. Gallen an.Â
Schmidt: Kritik ein «Zeichen der StÀrke»
Nach der Niederlage in der Conference League am Donnerstag in Istanbul (1:3) war Frank Schmidt mit seinem Team hart ins Gericht gegangen - und verteidigte sich fĂŒr seine deutliche Kritik vor dem Spiel gegen den VfB. «Warum darf man die Dinge nicht einfach so ansprechen, wie sie sind?», rechtfertigte er sich bei DAZN. «Ich finde es ein Zeichen der StĂ€rke, wenn man kritisieren darf», so der Coach: «Wenn man ScheiĂe spielt und nicht mehr kritisiert, dann sollten alle Alarmglocken angehen.»Â
Inmitten ihrer ungewohnten Negativphase kÀmpften sich die Heidenheimer im Landesderby in die Partie und erwiesen sich phasenweise als erwartet unangenehmer Gegner. Viele Fouls unterbanden den Spielfluss. Die Stuttgarter entlarvten aber ihre Defizite und kamen dank Effizienz zum ersten Tor.
Woltemade behauptete sich gegen FCH-KapitĂ€n Patrick Mainka und bereitete fĂŒr MittelstĂ€dt vor, der abgeklĂ€rt verwandelte. Gleich die erste gefĂ€hrliche Angriffsszene der GĂ€ste fĂŒhrte so zum 1:0. Anders als zuletzt gegen Bern und Union geriet der VfB diesmal nicht in RĂŒckstand und kontrollierte die Partie.
VfB zeigt Reaktion auf Ausgleich
Vor dem ĂŒberraschenden Ausgleich der lange harmlosen Gastgeber hĂ€tten die Stuttgarter beinahe nachgelegt. Doch ein FreistoĂ aus rund 20 Metern von Chris FĂŒhrich knallte gegen den Pfosten. Dem Jubel des FCH ging ein Ballverlust des VfB im Spielaufbau voraus. VfB-Torwart Alexander NĂŒbel war an Wanners Distanzschuss mit der Hand dran, konnte ihn aber nicht abwehren.Â
Millots Fehler hatte den sehenswerten Treffer eingeleitet - doch der Mittelfeldspieler machte dies noch vor dem Seitenwechsel wieder gut. Erst scheiterte er noch an Heidenheims TorhĂŒter Kevin MĂŒller. Dann verwandelte er eine abgefĂ€lschte Flanke von Josha Vagnoman mit dem Kopf.
Mit dem Elan von der erneuten FĂŒhrung drĂ€ngte die HoeneĂ-Elf in der zweiten HĂ€lfte zunĂ€chst auf den dritten Treffer. Doch die Stuttgarter lieĂen - insbesondere durch Millot - Chancen auf die mutmaĂliche Entscheidung aus. So blieb fĂŒr die Heidenheimer der Ausgleich möglich. Eine Flanke von Marnon Busch schrammte eine knappe Viertelstunde vor Schluss am Aluminium vorbei. Kurz darauf musste NĂŒbel in höchster Not retten. Woltemade belohnte sich am Ende fĂŒr seinen guten Auftritt und machte vom Punkt alles klar.
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