Inflation, Energie

Inflation sinkt im September deutlich - Energie billiger

Veröffentlicht: 30.09.2024 um 14:18 Uhr, dpa.de

Die große Inflationswelle in Deutschland ist vorbei. Nun geht die Teuerung deutlich zurück - vor allem wegen günstigerer Energie.

  • Die Handelsketten reduzierten den Preis für ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken zuletzt auf 99 Cent. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Die Handelsketten reduzierten den Preis für ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken zuletzt auf 99 Cent. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • Kreditbanken steigern Neugeschäft dank steigender Nachfrage von Verbraucherinnen und Verbrauchern nach Finanzierungen. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Kreditbanken steigern Neugeschäft dank steigender Nachfrage von Verbraucherinnen und Verbrauchern nach Finanzierungen. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Teuerungsrate vorerst nicht weiter gesunken. (Symbolbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa
    Teuerungsrate vorerst nicht weiter gesunken. (Symbolbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa
  • Die Inflationsrate hielt sich zuletzt über der Marke von zwei Prozent. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild)  - Bild: Marijan Murat/dpa
    Die Inflationsrate hielt sich zuletzt über der Marke von zwei Prozent. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
  • Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa
    Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa
  • Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Die Handelsketten reduzierten den Preis für ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der Eigenmarken zuletzt auf 99 Cent. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa Kreditbanken steigern Neugeschäft dank steigender Nachfrage von Verbraucherinnen und Verbrauchern nach Finanzierungen. (Symbolbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Teuerungsrate vorerst nicht weiter gesunken. (Symbolbild) - Bild: Patrick Pleul/dpa Die Inflationsrate hielt sich zuletzt über der Marke von zwei Prozent. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Menschen. (Symbolbild)  - Bild: Marijan Murat/dpa Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa Die Inflation in Deutschland belastet viele Verbraucher. Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Die Inflation in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren gefallen. Im September lagen die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Niedriger war die Teuerungsrate zuletzt im Februar 2021.

Vor allem für Energie mussten Verbraucher im September deutlich weniger zahlen als im August (minus 7,6 Prozent), während die Preise für Lebensmittel leicht zulegten und sich Dienstleistungen verteuerten.

Schon in den vergangenen Monaten hat sich der Preisauftrieb deutlich abgeschwächt. So lag die Inflationsrate im August bei 1,9 Prozent nach 2,3 Prozent im Juli. Die viel beachtete Kerninflation ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel ging leicht zurück von 2,8 auf 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August blieben die Verbraucherpreise unverändert. 

Ökonomen erwarten weniger Preisdruck auf Verbraucher

Ökonomen gehen davon aus, dass die Inflation weiter sinkt. In ihrem kürzlich veröffentlichten Herbstgutachten rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,2 Prozent - nach 5,9 Prozent 2023. Im kommenden Jahr werde die Inflation dann nur noch bei 2,0 Prozent liegen. 

Nach einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts wollen immer weniger Unternehmen in Deutschland ihre Preise erhöhen. Die Ifo-Preiserwartungen sanken im September auf den niedrigsten Wert seit Februar 2021. 

Konsum stockt trotzdem

Der Rückgang der Inflation in Deutschland hat bisher aber nicht die Konsumlaune der Verbraucher angekurbelt. Laut jüngstem GfK-Konsumklimaindex verharrte die Stimmung im September auf sehr niedrigem Niveau - trotz gestiegener Löhne. Viele Menschen legten ihr Geld lieber auf die hohe Kante, anstatt es in den Bau eines Eigenheims oder für den Konsum auszugeben, befanden auch die Wirtschaftsexperten in ihrem Herbstgutachten. 

Für die derzeit schwächelnde Konjunktur sind das keine guten Aussichten, gilt der private Konsum doch als wichtige Stütze für die schwache deutsche Wirtschaft, die am Rande der Rezession steht. Experten machen für den stockenden Konsum auch die auf längere Sicht gesunkene Kaufkraft der Verbraucher verantwortlich. Der russische Angriff auf die Ukraine hatte eine Inflationswelle ausgelöst - danach waren die Energiepreise rasant gestiegen. 

Mehr Spielraum für EZB

Sinkt die Inflation in Deutschland und im Euroraum insgesamt, würde das der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum für weitere Leitzinssenkungen verschaffen. Zuletzt senkte die EZB den richtungsweisenden Einlagenzinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Die erste Zinssenkung seit der Inflationswelle hatte es im Juni gegeben. An den Börsen wird fest mit weiteren Zinsschritten in den kommenden Monaten gerechnet. Beobachter rätseln aber, ob die EZB schon bei ihrem nächsten Zinsentscheid im Oktober nachlegt.

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