Israel-Wahl, Likud

Israel-Wahl: Netanjahus Likud laut Prognosen vorn

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 21:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Mitte-Partei Jaschar mit Ex-MilitĂ€rchef Gadi Eisenkot folgt auf Rang zwei. FĂŒr die Regierungsbildung kommt es nun auf die Sitzverteilung und mögliche BĂŒndnisse in der Knesset an.

Parteien und Wahltermin im Überblick

  • Benjamin Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei wurde laut Prognosen stĂ€rkste Kraft.
  • Die Parlamentswahl fand in Israel statt.
  • Die Mitte-Partei Jaschar des Ex-MilitĂ€rchefs Gadi Eisenkot erreichte laut Prognosen Platz zwei.

Likud fĂŒhrt nach israelischer Parlamentswahl

Bei der Parlamentswahl in Israel ist die rechtskonservative Likud-Partei von MinisterprÀsident Benjamin Netanjahu laut Prognosen stÀrkste Kraft geworden. Auf Platz zwei landete demnach die Mitte-Partei Jaschar des Ex-MilitÀrchefs Gadi Eisenkot.

Rangfolge entscheidet noch nicht ĂŒber Regierung

Die Prognosen zeigen zunĂ€chst, welche Parteien vorn liegen. Ob Netanjahu sein RegierungsbĂŒndnis fortsetzen kann, hĂ€ngt von der Sitzverteilung in der Knesset und den möglichen Koalitionen ab.

Eisenkot fĂŒhrt neue Mitte-Partei

Jaschar tritt als Mitte-Partei gegen das Lager des MinisterprÀsidenten an. Eisenkot war zuvor MilitÀrchef und gehört zu den zentralen Herausforderern Netanjahus.

Blick auf die Regierungsbildung

Nach der AuszĂ€hlung mĂŒssen die Parteien klĂ€ren, welches Lager eine Mehrheit im Parlament organisieren kann. Die Wahl ist damit nicht allein ein Wettbewerb um den ersten Platz, sondern auch um tragfĂ€hige BĂŒndnisse.

Die Wahl ist die erste Parlamentswahl Israels seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Dieser Einschnitt prĂ€gt die politische Auseinandersetzung und macht die Abstimmung zu einem Test fĂŒr Benjamin Netanjahus Regierungslager.

Vor der Wahl deuteten Umfragen auf ein enges Rennen zwischen dem rechts-religiösen Lager und der Opposition um Gadi Eisenkot hin. Eisenkots Partei Jaschar wurde erst im September 2025 gegrĂŒndet und tritt als neue Mitte-Kraft an.

Mehrheit bleibt entscheidend

Dass der Likud laut Prognosen stĂ€rkste Partei wurde, bedeutet noch nicht automatisch eine Regierungsbildung. In der Knesset mit 120 Sitzen hĂ€ngt die Machtverteilung davon ab, welche Parteien die Sperrklausel ĂŒberwinden und welchem Lager sie sich anschließen.

FĂŒr Netanjahu ist die Abstimmung zugleich eine persönliche BewĂ€hrungsprobe. Er fĂŒhrt den Likud erneut an und bewirbt sich nach mehr als 19 Jahren an der Regierungsspitze um eine weitere Amtszeit.

Koalitionsbildung als nÀchster Schritt

Nach der AuszĂ€hlung wird entscheidend sein, ob Netanjahus BĂŒndnispartner gemeinsam eine Mehrheit erreichen oder ob Eisenkot UnterstĂŒtzer fĂŒr einen Regierungswechsel gewinnen kann. Die Prognosen geben zunĂ€chst nur die Rangfolge der Parteien wieder; ĂŒber die kĂŒnftige Koalition entscheidet die Sitzverteilung in der Knesset.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Schicksalswahl in Israel: Netanyahus nĂ€chster PrĂŒfstein“ (27.10.2026)

Der Beitrag ordne die Wahl als erste Parlamentswahl seit den Angriffen vom 7. Oktober 2023 ein. Damit liege der Schwerpunkt auf der politischen Bedeutung des Urnengangs fĂŒr Netanjahus Lager.

Frankfurter Rundschau: „Wahlen in Israel 2026: Erste Zahlen deuten historischen Rekordwert an“ (27.10.2026)

Der Artikel stelle Netanjahus lange Amtszeit und die hohe Bedeutung der Wahl heraus. Anders als die Prognosemeldung richte sich der Schwerpunkt auf Beteiligung und den politischen Wettbewerb.

Beide BeitrĂ€ge betonen die Bedeutung der Abstimmung fĂŒr Netanjahu. Offen bleibt, welche Parteien nach der Sitzverteilung eine mehrheitsfĂ€hige Koalition bilden können.

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