Jochen Flasbarth wechselt vom Umweltministerium zur Klimastiftung ECF
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 20:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Jochen Flasbarth gibt sein Amt als Staatssekretär im Bundesumweltministerium auf und wechselt im kommenden Jahr zur European Climate Foundation.
Schneider informiert Belegschaft
Umweltminister Carsten Schneider (SPD) teilte die Entscheidung in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums mit. Darin würdigte er Flasbarth als „Urgestein der deutschen Umwelt- und Klimapolitik“.
Flasbarth habe die deutsche, europäische und internationale Umwelt- und Klimapolitik in besonderer Weise geprägt, schrieb Schneider. Zu seinen früheren Stationen zählen die Präsidentschaft beim Naturschutzbund Deutschland und die Leitung des Umweltbundesamtes.
Nachfolge im November geplant
Das Amt des Staatssekretärs hatte Flasbarth bereits von 2013 bis 2021 inne. Nach einer Tätigkeit als Staatssekretär im Entwicklungsministerium kehrte er im Mai 2025 im Zuge der Regierungsbildung in das Bundesumweltministerium zurück.
Seine Nachfolge soll nach Schneiders Angaben bereits im November Heike Henn übernehmen. Sie leitet derzeit die Abteilung für Internationale Klimapolitik im Ministerium.
Wechsel zu wichtiger Klimastiftung
Die European Climate Foundation mit Sitz in Den Haag gilt als eine der weltweit bedeutenden Geldgeberinnen für klimapolitische Projekte. Nach den vorliegenden Angaben verfügte die Stiftung 2025 über ein Budget von knapp 258 Millionen Euro. Flasbarth soll im kommenden Jahr zu der Organisation wechseln.
Wechsel an einer zentralen Schnittstelle
Jochen Flasbarth gehört seit Jahren zu den prägenden deutschen Fachpolitikern für Umwelt- und Klimaschutz. Er leitete das Umweltbundesamt, stand an der Spitze des Naturschutzbundes Deutschland und war bereits von 2013 bis 2021 Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Nach einem Wechsel ins Entwicklungsministerium kehrte er im Mai 2025 in das Umweltressort zurück.
Sein Wechsel verändert damit nicht nur die personelle Besetzung an der Spitze des Ministeriums. Flasbarth verfügt über langjährige Erfahrung in nationalen, europäischen und internationalen Klimaverhandlungen. Die geplante Nachfolge durch Heike Henn, die bislang für internationale Klimapolitik zuständig ist, deutet zugleich auf Kontinuität in diesem Arbeitsbereich hin.
Bedeutung für Klimapolitik und Förderstrukturen
Die European Climate Foundation nimmt in der internationalen Klimapolitik eine besondere Rolle ein, weil sie klimapolitische Projekte finanziert und damit Organisationen, Forschung und politische Debatten unterstützt. Nach den Angaben zur Stiftung verfügte sie 2025 über ein Budget von fast 258 Millionen Euro. Flasbarths Wechsel verbindet somit politische Verwaltungserfahrung mit einer großen, privat finanzierten Förderorganisation.
Für das Ministerium steht kurzfristig die geordnete Übergabe an. Für die Öffentlichkeit ist vor allem relevant, ob die Personalie die deutsche Position bei Klimaschutz, internationaler Zusammenarbeit und der Ausgestaltung künftiger Förderprogramme verändert. Die Nachfolge soll bereits im November geregelt werden.
