Johannes Golla bleibt Kapitän bei Heim-WM im Januar
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGollas nächste Einsätze im DHB-Team
- Johannes Golla ist seit November 2021 Kapitän der deutschen Männer-Nationalmannschaft.
- Am 5. November spielt Deutschland in Berlin gegen Belgien, am 8. November folgt die Partie in der Slowakei.
- David Móré vom ThSV Eisenach und Niklas Theiß von der HSG Wetzlar stehen erstmals im 18-köpfigen Aufgebot.
Johannes Golla führt Deutschland bei Heim-WM
Johannes Golla bleibt Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft und soll das Team auch bei der Heim-WM im Januar anführen. Der Deutsche Handballbund stärkt dem 28 Jahre alten Kreisläufer trotz seines Wechselwunsches und öffentlicher Aussagen über seine mentale Gesundheit den Rücken.
DHB bestätigt Gollas Führungsrolle
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes bezeichnete Golla als Kapitän, der die Mannschaft seit seiner Ernennung im November 2021 auf und abseits der Platte überragend führe. Diese Rolle werde er auch auf dem Weg zur und bei der Heim-WM in gewohnter Weise ausfüllen.
Golla hatte zuletzt mit dem Wunsch nach einer Rückkehr von der MT Melsungen zur SG Flensburg-Handewitt für Wirbel gesorgt. Auf Instagram schrieb er, die gemeinsame Welt, die seine Familie in acht Jahren an der Förde aufgebaut habe, hinter sich zu lassen; seine mentale Gesundheit sei inzwischen ernsthaft gefährdet.
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Gislason beruft zwei Neulinge
Vor der Heim-WM stehen für die deutsche Auswahl zunächst zwei Spiele in der EM-Qualifikation an. Am 5. November empfängt Deutschland Belgien in Berlin, drei Tage später tritt das Team von Bundestrainer Alfred Gislason in der Slowakei an.
Für die beiden Partien nominierte Gislason einen 18-köpfigen Kader. Mit Linksaußen David Móré vom ThSV Eisenach und Rückraumspieler Niklas Theiß von der HSG Wetzlar gehören zwei Neulinge zum Aufgebot.
Erfahrene Kräfte bleiben im Aufgebot
Gislason setzt zugleich auf einen eingespielten Stamm und will auf einzelnen Positionen mehrere Spieler und ihre Leistungen beobachten. Neben Golla gehören Andreas Wolff, Juri Knorr und Julian Köster zu den bewährten Leistungsträgern im Kader.
str} ??? unerquicklich?_????} endlaka??????}Die Entscheidung des DHB fällt in eine Phase, in der Gollas geplanter Wechsel zurück nach Flensburg nicht nur sportliche, sondern auch persönliche Fragen aufwirft. Der Kreisläufer hatte seinen Wunsch öffentlich mit familiären Gründen und der Belastung durch die aktuelle Situation begründet. Damit rückte im deutschen Handball stärker in den Blick, wie eng Vereinswechsel, private Bindungen und psychische Gesundheit im Profisport miteinander verbunden sein können.
Für die Nationalmannschaft schafft die Bestätigung als Kapitän zunächst Klarheit. Golla bleibt damit die zentrale Führungsfigur für die unmittelbare Vorbereitung auf die Europameisterschafts-Qualifikation und für das Heimturnier im Januar. Der DHB signalisiert zugleich, dass die öffentliche Debatte über seinen Wechselwunsch seine Rolle im Team nicht infrage stellt.
Sportlicher Druck vor der Heim-WM
Die beiden Qualifikationsspiele gegen Belgien und in der Slowakei sind die nächsten sportlichen Prüfsteine. Mit David Móré und Niklas Theiß erweitert Bundestrainer Alfred Gislason den 18-köpfigen Kader um zwei Neulinge, während Leistungsträger wie Andreas Wolff, Juri Knorr und Julian Köster für Kontinuität stehen.
Für Golla bedeutet die Rückendeckung eine klare institutionelle Unterstützung, nimmt ihm aber nicht automatisch die persönliche Belastung. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft die Diskussion um seinen Vereinsstatus ausblenden kann und ob der Kapitän seine Rolle bis zur Heim-WM stabil ausfüllt.
NDR: „Der Fall Johannes Golla: Debatte um Transfers im Handball nimmt weiter Fahrt auf“ (19.10.2026)
Der Beitrag ordne Gollas Wechselwunsch in die Debatte über Transferregeln im Handball ein und greife seine Begründung mit familiären Gründen sowie der Gefährdung seiner mentalen Gesundheit auf. Damit bestätige er den persönlichen Hintergrund der aktuellen Diskussion, setze den Schwerpunkt aber stärker auf die strukturellen Folgen für Vereinswechsel.
