Joshua Kimmich, JĂŒrgen Klopp

Joshua Kimmich reist nach 0:1 gegen Griechenland vorzeitig ab

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 04:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Joshua Kimmich hÀtte die deutsche Nationalmannschaft in der LÀnderspiel-Woche gern weiter begleitet. Nach dem 0:1 gegen Griechenland muss der KapitÀn jedoch wie geplant abreisen und wird die nÀchsten beiden Spiele verpassen.

  • Joshua Kimmich war der Pechvogel bei der Niederlage gegen Griechenland.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Joshua Kimmich war der Pechvogel bei der Niederlage gegen Griechenland. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Gemeinsam gingen die Nationalspieler mit dem Bundestrainer in die Fankurve.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Gemeinsam gingen die Nationalspieler mit dem Bundestrainer in die Fankurve. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Joshua Kimmich war der Pechvogel bei der Niederlage gegen Griechenland.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Gemeinsam gingen die Nationalspieler mit dem Bundestrainer in die Fankurve.  - Bild: Federico Gambarini/dpa

Joshua Kimmich muss nach dem 0:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland vorzeitig abreisen und verpasst wie von JĂŒrgen Klopp geplant die nĂ€chsten beiden Nations-League-Spiele.

Kimmich hoffte bis zuletzt

Der KapitĂ€n hatte am Spielort Augsburg noch auf eine Ausnahme gehofft. „Ich hatte bis zum Ende so ein bissel gehofft, zu bleiben“, sagte der 31-JĂ€hrige nach seinem 115. LĂ€nderspiel.

Klopp blieb jedoch bei seinem Plan, in der zweiten LÀnderspiel-Woche gegen Serbien am Donnerstag und drei Tage spÀter erneut gegen Griechenland auf Kimmich zu verzichten. Der Bayern-Profi erklÀrte, er verstehe, dass der Trainer auch andere Spieler kennenlernen wolle.

Bittere RĂŒckkehr nach MĂŒnchen

Besonders unglĂŒcklich ist die Entscheidung fĂŒr Kimmich, weil das Spiel gegen Serbien in MĂŒnchen stattfindet. Der KapitĂ€n hat fĂŒr die kommenden Tage zunĂ€chst kein Ersatzprogramm geplant und will wegen der Schule seiner Kinder zu Hause bleiben. Einen Besuch der Partie am Donnerstag schloss er nicht aus.

AbgefÀlschter Gegentreffer

Im Spiel gegen Griechenland wurde Kimmich zum Pechvogel. Dimitris Kourbelis erzielte den einzigen Treffer; Kimmich fÀlschte den Ball entscheidend ab. Zugleich bewertete der Mittelfeldspieler den eigenen Auftritt kritisch.

Deutschland habe die Partie nicht zwingend verlieren mĂŒssen, aber auch keinen Sieg verdient gehabt, sagte Kimmich. Der Mannschaft sei zu wenig eingefallen, zudem habe sie sich zu wenige Chancen erarbeitet.

Zuversicht trotz Fehlstarts

Den Auftakt unter Klopp wolle er nicht zu negativ bewerten, betonte Kimmich. Die Mannschaft mĂŒsse Dinge ausprobieren, zueinanderfinden und sich auf einen neuen Ansatz einlassen. Die Stimmung in Klopps erster Trainingswoche als neuem Chefcoach sei sehr positiv gewesen; die Mannschaft werde besser werden.

Neuer Ansatz mit frĂŒhem Belastungstest

JĂŒrgen Klopp hat seine Amtszeit als Bundestrainer mit einem klaren VerĂ€nderungskurs begonnen. Schon vor dem Spiel gegen Griechenland verĂ€nderte er die Startelf auf mehreren Positionen und gab BambasĂ© ContĂ© sein DebĂŒt. Die Niederlage zeigt, dass personelle Erprobung und kurzfristige Ergebnisse in der Nations League unmittelbar aufeinandertreffen.

FĂŒr Kimmich ist die Situation besonders relevant, weil er als KapitĂ€n und FĂŒhrungsspieler weiterhin eine zentrale Rolle einnimmt, zugleich aber nicht jede Partie bestreiten soll. Klopps angekĂŒndigtes Durchwechseln betrifft damit nicht nur ErgĂ€nzungsspieler, sondern auch etablierte KrĂ€fte. Die Entscheidung soll den gesamten Kader kennenlernen und die Belastung ĂŒber mehrere LĂ€nderspiele verteilen.

Was die nÀchsten Spiele bedeuten

Deutschland trifft in der laufenden LĂ€nderspiel-Woche noch auf Serbien und erneut auf Griechenland. Kimmich wird diese Partien nach der Entscheidung des Bundestrainers von zu Hause aus verfolgen; ein Besuch beim Spiel in MĂŒnchen ist möglich. FĂŒr die Mannschaft bieten die Begegnungen die Gelegenheit, die unter Klopp erprobten AblĂ€ufe ohne ihren KapitĂ€n weiterzuentwickeln.

Sportlich erhöht die 0:1-Niederlage den Druck auf die nĂ€chsten Auftritte. Gegen Griechenland blieb Deutschland trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung offensiv zu harmlos und verlor durch einen entscheidend abgefĂ€lschten Treffer. FĂŒr die Einordnung des neuen Systems wird daher nicht nur die Auswahl der Spieler, sondern vor allem die Entwicklung von Chancen, Kontrolle und StabilitĂ€t entscheidend sein.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SPIEGEL: „DFB-Team verliert gegen Griechenland: Bremse fĂŒr die Klopp-Euphorie“ (27.09.2026)

Der Bericht ordne die 0:1-Niederlage als RĂŒckschlag fĂŒr den positiven Start des neuen Bundestrainers ein. Er bestĂ€tige damit das Ergebnis und die enttĂ€uschende Wirkung des Spiels, setze den Schwerpunkt jedoch stĂ€rker auf die gebremste Aufbruchstimmung als auf Kimmichs persönliche Situation.

n-tv: „JĂŒrgen Klopp sorgt fĂŒr dicke Überraschung“ (27.09.2026)

Der Beitrag habe vor dem Anpfiff die fĂŒnf VerĂ€nderungen in Klopps Startelf hervorgehoben und ContĂ©s DebĂŒtchance beschrieben. Er bestĂ€tige damit den personellen Erprobungskurs, behandle aber weder Kimmichs vorzeitige Abreise noch die Folgen der Niederlage ausfĂŒhrlich.

Beide BeitrÀge stellten Klopps neuen Kurs und die Bedeutung der personellen VerÀnderungen heraus. Der SPIEGEL-Bericht betone die sportliche EnttÀuschung nach dem Spiel, wÀhrend n-tv den Schwerpunkt auf die Aufstellung vor dem Anpfiff lege; Kimmichs Umgang mit der Entscheidung bleibe dort offen.

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