Joshua Kimmich, FC Bayern München

Joshua Kimmich spricht nach 2:2 gegen Dortmund über Vater

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 22:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund spricht der Bayern- und DFB-Kapitän erstmals über den Tod seines Vaters. Die Rückkehr in den Spielbetrieb soll ihm helfen, wieder in den Alltag zu finden.

Kimmichs Rückkehr in die Allianz Arena

  • Joshua Kimmich führte Bayern gegen Borussia Dortmund erstmals nach drei fehlenden Pflichtspielen wieder als Kapitän an.
  • Sein Vater Berthold Kimmich starb in der vergangenen Woche im Alter von 57 Jahren.
  • Kimmich dankte dem Verein, dem DFB und weiteren Unterstützern für die Anteilnahme an seine Familie.
  • Nationalmannschafts-Kollege Nico Schlotterbeck umarmt Joshua Kimmich nach dem Spiel. - Bild: Tom Weller/dpa
  • Zurück auf dem Platz und in Aktion: Joshua Kimmich. - Bild: Tom Weller/dpa
Nationalmannschafts-Kollege Nico Schlotterbeck umarmt Joshua Kimmich nach dem Spiel. - Bild: Tom Weller/dpa Zurück auf dem Platz und in Aktion: Joshua Kimmich. - Bild: Tom Weller/dpa

Joshua Kimmich spricht nach Rückkehr über seinen Vater

Nationalmannschafts-Kapitän Joshua Kimmich hat sich nach dem 2:2 des FC Bayern gegen Borussia Dortmund erstmals zum plötzlichen Tod seines Vaters Berthold geäußert. Nach drei verpassten Pflichtspielen führte der 31-Jährige die Münchner in der Allianz Arena wieder als Kapitän an.

„Die letzte Woche war schon sehr hart für meine Familie, auch für mich. Mein Vater hat mich immer begleitet. Er stand immer an meiner Seite. Er hat mich immer unterstützt und in Phasen an mich geglaubt, in denen ich selbst es nicht getan habe“, sagte Kimmich nach dem Topspiel.

Kimmich denkt auf dem Platz an seinen Vater

Berthold Kimmich war in der vergangenen Woche im Alter von 57 Jahren gestorben. Sein Sohn fehlte deshalb bei drei Pflichtspielen und stand gegen Dortmund erstmals wieder auf dem Platz.

„Darum ist es schon auch hart wieder zurückzukommen. Weil gerade, wenn ich auf dem Platz stehe, ist es eigentlich die Zeit, in der ich am meisten an ihn denken muss“, sagte der Mittelfeldspieler.

Fußball soll zurück in den Alltag helfen

Kimmich sagte, Fußball helfe manchmal in der Trauer. Es sei wichtig gewesen, wieder zur Mannschaft zurückzukehren und den normalen Alltag zu versuchen, auch wenn man sich wünsche, dass die Welt zeitweise stehen bleibe.

„Aber sie dreht sich leider - und zum Glück - weiter“, sagte der Bayern-Spieler. Nach dem Schlusspfiff nahmen ihn Dortmunder Nationalmannschafts-Kollegen wie Nico Schlotterbeck in den Arm.

Dank für Anteilnahme von Verein und DFB

Kimmich zeigte sich froh, wieder bei der Mannschaft zu sein, und dankte für das Mitgefühl und die Beileidsbekundungen. Die Anteilnahme des Vereins, des DFB und der Menschen in seinem Umfeld habe ihm viel bedeutet.

Der Tod des 57 Jahre alten Berthold Kimmich hatte Joshua Kimmich unmittelbar aus dem Spielbetrieb genommen. Der Bayern-Kapitän fehlte drei Pflichtspiele und kehrte gegen Borussia Dortmund erstmals zurück. Damit verband sich die sportliche Rückkehr mit einem persönlichen Einschnitt, den der Nationalmannschaftskapitän nach dem Spiel öffentlich ansprach.

Für Profisportler kann der Wettbewerb während einer Trauerphase zugleich Belastung und Halt sein. Kimmich beschrieb den Fußball als einen Weg, wieder in einen normalen Alltag zu finden, ohne den Verlust auszublenden. Seine Aussage macht deutlich, dass die Rückkehr auf den Platz nicht mit einem Ende der Trauer gleichzusetzen ist.

Rückkehr unter besonderer Anteilnahme

Die Reaktionen im Umfeld des FC Bayern, des Deutschen Fußball-Bundes und der Mannschaften zeigen die enge persönliche und berufliche Einbindung des Kapitäns. Dass ihn nach dem Schlusspfiff auch Dortmunder Nationalmannschaftskollegen in den Arm nahmen, verlieh dem sportlichen Abend eine zusätzliche menschliche Dimension.

Für Kimmich steht nun die schrittweise Rückkehr in den Alltag an. Dabei bleibt offen, wie sich die Trauer in den kommenden Wochen auf seine Belastbarkeit und seine Einsätze auswirkt. Der Vereins- und Nationalmannschaftsbetrieb bietet feste Abläufe, ersetzt aber nicht die Zeit, die eine Familie nach einem solchen Verlust benötigt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Kane verschießt Elfmeter: BVB trotzt pechbehaftetem FC Bayern spätes Remis ab“ (31.10.2026)

Der Beitrag ordne das 2:2 sportlich ein und erwähne Kimmichs Rückkehr nach drei Spielen wegen des Todes seines Vaters. Der Schwerpunkt liege damit stärker auf dem Spielverlauf, bestätige aber den persönlichen Hintergrund der Rückkehr.

Stern: „Fußball-Bundesliga: Nach Trauerfall: Kimmich zurück in Bayern-Startelf“ (31.10.2026)

Der Artikel habe die Rückkehr Kimmichs nach einem Todesfall im engsten Familienkreis in den Mittelpunkt gestellt. Anders als die sportliche Spielanalyse von n-tv liege der Akzent auf der personellen und persönlichen Bedeutung seines Einsatzes.

Beide Beiträge verbänden die Rückkehr in die Bayern-Mannschaft mit dem Trauerfall. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt zwischen Spielanalyse und persönlicher Situation.

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