WM, USA

Das war die WM-Nacht: Bellingham brilliert, Mexiko scheitert

06.07.2026 - 05:08:14 | dpa.de

Jude Bellingham war stets auf der Höhe. Der Ex-Dortmunder trifft bei Englands Sieg in Mexiko doppelt und schaltet den Co-Gastgeber aus. Neymar tritt nach Brasiliens Aus zurück.

  • Jude Bellingham schoss zwei Tore für England. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
    Jude Bellingham schoss zwei Tore für England. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
  • Erling Haaland traf doppelt gegen Brasilien. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Erling Haaland traf doppelt gegen Brasilien. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
  • Neymar beendete seine Nationalmannschafts-Karriere. - Bild: Tom Weller/dpa
    Neymar beendete seine Nationalmannschafts-Karriere. - Bild: Tom Weller/dpa
Jude Bellingham schoss zwei Tore für England. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa Erling Haaland traf doppelt gegen Brasilien. - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa Neymar beendete seine Nationalmannschafts-Karriere. - Bild: Tom Weller/dpa

Zwei Tore von Jude Bellingham, zwei Elfmeter, eine Rote Karte: England hat in einem Spiel für die Fußball-Geschichtsbücher die Fiesta Mexicana beendet. Die Three Lions rangen die Mexikaner in Unterzahl im legendären Aztekenstadion mit 3:2 (2:1) nieder. England trifft damit im Viertelfinale auf Norwegen, Mexiko ist als zweiter Gastgeber nach Kanada ausgeschieden.

Bellingham brachte die Three Lions mit seinen Toren in der 36. und 38. Minute in Führung. Mexikos Torjäger Julián Quiñones gelang noch vor der Pause (42.) der Anschlusstreffer.

Der Dramatik nicht genug: Nach dem Seitenwechsel sah bei den Engländern Bayer Leverkusens Jarell Quansah (54.) die Rote Karte, ehe Bayern-Torjäger Kane nervenstark und unter den Pfiffen von fast allen der 80.824 Zuschauer vom Elfmeterpunkt traf (60.) - sein sechstes Tor bei diesem Turnier. Danach verursachte aber ausgerechnet Kapitän Kane einen Strafstoß. Mexikos Raúl Jiménez (69.) verwandelte und brachte das Stadion erneut zum Beben. 

Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:

Norwegen weiter furios: Haaland wirft Brasilien raus

Norwegens Fußball-Märchen geht dank Superstar Erling Haaland weiter, der Titel-Traum von Rekordweltmeister Brasilien hingegen ist wieder mal geplatzt. Die Skandinavier bezwangen die Südamerikaner durch zwei späte Tore ihres Ausnahmestürmers in der 79. und 90. Minute mit 2:1 (0:0) und stehen erstmals in ihrer Historie in einem WM-Viertelfinale. Altstar Neymar (90.+10) verkürzte in der Nachspielzeit per Foulelfmeter.

Für Haaland, den früheren Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund, waren es bereits die Turniertore sechs und sieben. Brasilien indes muss nach dem Achtelfinal-Aus - dem frühesten seit 36 Jahren - vor 80.663 Zuschauern in East Rutherford mindestens vier weitere Jahre auf den ersten Titel seit 2002 warten.

Nach WM-Aus: Brasiliens Neymar tritt aus Nationalteam zurück

Altstar Neymar hat nach dem Aus Brasiliens seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. «Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende», sagte der 34-Jährige nach der 1:2 (0:0)-Niederlage gegen Norwegen dem TV-Sender Globo. «Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.»

Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes.

Carlos Queiroz nicht mehr Nationalcoach von Ghana

Carlos Queiroz ist nicht mehr Nationaltrainer von Ghana. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Kolumbien in Kansas City erklärte der 73 Jahre alte Coach, dass er nicht weiter im Amt bleiben werde. Für Queiroz, der den Posten erst im April nach einer Testspiel-Niederlage in Deutschland von Otto Addo übernommen hatte, war es die fünfte WM als Coach in Serie.

Der Trainer-Veteran übte bei seinem Abschied Kritik am ghanaischen Fußball-Verband. «Die Zukunft der Black Stars wird nicht allein auf dem Platz gebaut, der Erfolg der Black Stars muss außerhalb des Platzes beginnen, indem man die bestmöglichen Bedingungen schafft, um das außergewöhnliche Fußball-Talent Ghanas vorzubereiten, zu schützen und zu entwickeln.»

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