Deutschland, Bildung

Junge Frauen liegen bei der Bildung hÀufig vorn

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 09:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Unter anderem bei den höheren AbschlĂŒssen zeigt sich der Gender Education Gap: Zahlen des Statistischen Bundesamts offenbaren deutliche Geschlechterunterschiede an Schulen und Hochschulen.

Junge Frauen beenden ihr Bachelor-Studium hÀufiger nach acht Semestern als junge MÀnner. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa
Junge Frauen beenden ihr Bachelor-Studium hÀufiger nach acht Semestern als junge MÀnner. (Symbolbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Junge Frauen schneiden bei der Bildung oft besser ab als junge MĂ€nner. Dieser Gender Education Gap zeige sich unter anderem bei SchulabschlĂŒssen und bei Abschlussquoten an Hochschulen, teilt das Statistische Bundesamt mit. 

2024 seien unter den 258.300 Absolvierenden mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen 55 Prozent Frauen und 45 Prozent MĂ€nner gewesen. Je geringer der Abschluss, desto stĂ€rker kehre sich das GeschlechterverhĂ€ltnis um: Unter den 133.100 Absolvierenden mit erstem Schulabschluss, der ĂŒblicherweise am Ende der 9. Klasse erworben werden kann, seien den Angaben zufolge 59 Prozent MĂ€nner und 41 Prozent Frauen gewesen.

Jungs mussten hÀufiger Klasse wiederholen 

Von den jungen Leuten, die im Schuljahr 2024/2025 eine Klasse wiederholen mussten, seien 56 Prozent mĂ€nnlich und 44 Prozent weiblich gewesen. Junge MĂ€nner neigten auch eher dazu, vergleichsweise frĂŒh von der Schule abzugehen und im Anschluss nicht in eine Aus- oder Weiterbildung zu starten, teilt das Bundesamt mit. 

Auch der Blick an die Hochschulen zeigt Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Studentinnen schlössen ihr Bachelorstudium hÀufiger erfolgreich innerhalb von acht Semestern ab als Studenten, teilt das Bundesamt mit: 34 Prozent der StudienanfÀngerinnen von 2020 hÀtten nach acht Semestern einen Abschluss in der Tasche gehabt, von den jungen MÀnnern seien es 25 Prozent gewesen.

Bei den MasterstudiengĂ€ngen lag die Abschlussquote der StudienanfĂ€ngerinnen von 2020 mit 53 Prozent nach sechs Semestern ebenfalls ĂŒber der ihrer mĂ€nnlichen Kommilitonen (48 Prozent). Der Abstand zwischen Frauen und MĂ€nnern war hier allerdings geringer als bei den BachelorstudiengĂ€ngen.

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