Zölle, USA

Trump setzt Frist fĂŒr Umsetzung von Zolldeal und droht EU

07.05.2026 - 21:24:18 | dpa.de

Keine Woche ist vergangen, nachdem US-PrĂ€sident Trump eine krĂ€ftige Zollerhöhung auf Autos und Lastwagen aus der EU angekĂŒndigt hat. Jetzt gibt er den europĂ€ischen Partnern doch etwas mehr Zeit.

  • Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
    Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
  • Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
    Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa Trump setzt der EU eine Frist zur Umsetzung der Zollvereinbarung - und droht andernfalls mit höheren Zöllen. (Archivbild) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa

Im Zollstreit mit der EuropĂ€ischen Union setzt US-PrĂ€sident Donald Trump eine Frist fĂŒr die Umsetzung der Handelsvereinbarung. Sollte die EU nicht bis zum Geburtstag der USA – dem 4. Juli – ihren Teil des Abkommens erfĂŒllen, wĂŒrden die Zölle «leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen», teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der PrĂ€sident habe «geduldig gewartet», dass die EU ihren Teil des Handelsabkommens erfĂŒlle. «Es wurde versprochen, dass die EU ihren Teil des Abkommens erfĂŒllen und gemĂ€ĂŸ der Vereinbarung ihre Zölle auf NULL senken wĂŒrde!». Der neuesten Drohung Trumps war nach eigenen Angaben ein «sehr gutes GesprĂ€ch» mit EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen vorangegangen.

Auch KommissionsprÀsidentin von der Leyen sprach am Abend von einem «sehr guten TelefongesprÀch» mit Trump. Dabei sei auch das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA erörtert worden, schrieb sie auf der Plattform X. «Wir bekennen uns auf beiden Seiten weiterhin uneingeschrÀnkt zu dessen Umsetzung. Es werden gute Fortschritte in Richtung einer Zollsenkung bis Anfang Juli erzielt.» 

In der EU laufen zwischen Europaparlament und den MitgliedslĂ€ndern noch Verhandlungen, die fĂŒr die vollstĂ€ndige Umsetzung des Zolldeals notwendig sind. Bei einem Treffen von Vertretern am Mittwoch wurde noch keine Einigung erreicht.

Womit Trump davor gedroht hatte

Vergangene Woche hatte Trump der EU bereits vorgeworfen, sich nicht vollstĂ€ndig an den ausgehandelten Zolldeal zu halten. Als Reaktion kĂŒndigte er an, bereits diese Woche die Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingefĂŒhrt werden, von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Solche Zollerhöhungen wĂŒrden vor allem Deutschland treffen.

In seinem Post ging Trump nun nicht nĂ€her darauf ein, welche Zölle er ab dem Sommer erhöhen wolle, sollte das Handelsabkommen bis dahin nicht ratifiziert sein. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Weißen Haus, ob die jĂŒngst angedrohte Erhöhung von Zöllen auf Importe von Autos und Lastwagen nun bis zu der neuen Frist vom Tisch sei, blieb zunĂ€chst unbeantwortet. 

Was die EU und die USA vereinbart hatten

Mitte August 2025 hatten sich Trump und von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch fĂŒr europĂ€ische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf US-IndustriegĂŒter zu streichen und den Marktzugang fĂŒr US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern. 

Im Rahmen des Handelsabkommens von August gilt laut US-Bundesregister fĂŒr Autos, leichte Lastwagen und Autoteile, die aus der EU in die USA importiert werden, die 15-Prozent-Zollobergrenze. Mittelschwere und schwere Lastwagen werden allgemein mit 25 Prozent verzollt. 

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das EuropĂ€ische Parlament gab im MĂ€rz bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knĂŒpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafĂŒr aus. FĂŒr den Vollzug mĂŒssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen. Zuletzt gab es seitens der EU vorsichtigen Optimismus fĂŒr eine baldige Einigung mit den USA.

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