Köln schlägt Gladbach 2:1 – Randale überschattet Rheinderby
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 17:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEl Mala entscheidet das Rheinderby
- Der 1. FC Köln gewinnt am 5. Spieltag im eigenen Stadion mit 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach.
- Isak Johannesson und Saïd El Mala treffen für Köln, Joe Scally erzielt das Gladbacher Tor.
- Nach El Malas Treffer schießen einige Gladbacher Fans Leuchtraketen in Kölner Zuschauerränge.
- Ellyes Skhiri wird nach einem Zweikampf mit Florian Neuhaus ins Krankenhaus gebracht.
Der 1. FC Köln hat das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 gewonnen und das Trainerdebüt von Alexander Blessin bei der Borussia überschattet.
Köln nutzt seine Chancen
Isak Johannesson brachte die Gastgeber in der 26. Minute mit einem Schuss in den Winkel in Führung. Joe Scally glich in der 39. Minute per Kopf aus, nachdem Kölns Jahmai Simpson-Pusey eine Hereingabe unglücklich verlängert hatte.
In der zweiten Hälfte übernahm Köln zunehmend die Kontrolle. Saïd El Mala erzielte in der 67. Minute mit einem Weitschuss das 2:1 und sorgte damit für die Entscheidung.
Gladbach bleibt ohne Punkt
Für die Borussia war der Treffer von Scally zu wenig. Gladbach bleibt nach fünf Niederlagen Tabellenletzter und kassierte in den ersten fünf Saisonspielen bereits 17 Gegentore.
Der Fehlstart erinnert an den Saisonbeginn vor elf Jahren, als Gladbach ebenfalls mit fünf Niederlagen startete. Damals erreichte die Mannschaft am Ende Rang vier.
Pyrotechnik unterbricht das Spiel
Nach El Malas Führungstor randalierten einige Gästefans im Gladbacher Block. Teilweise wurden Leuchtraketen in die Kölner Zuschauerränge geschossen, woraufhin die Partie für wenige Minuten unterbrochen wurde.
Auch sportlich war das Derby von Unsicherheit geprägt. Beide Teams leisteten sich technische und defensive Fehler und ließen große Räume entstehen.
Verletzung überschattet Kölner Sieg
Köln musste kurz vor der Pause Ellyes Skhiri auswechseln. Der Mittelfeldspieler wurde nach einem unglücklichen Zweikampf mit Gladbachs Florian Neuhaus auf einer Trage vom Feld gebracht und in ein Krankenhaus gebracht.
Für den FC ist die Verletzung besonders bitter, weil zuvor bereits Leih-Stürmer Thijs Dallinga einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Zudem fehlten im Derby die Mittelstürmer Ragnar Ache und Dallinga.
Derby als Belastungsprobe
Das 2:1 verschafft Köln nach fünf Spieltagen mit sieben Punkten zunächst Luft. Für Trainer René Wagner reduziert der Heimsieg den unmittelbaren Druck, zumal der FC trotz verletzungsbedingter Ausfälle zweier Mittelstürmer offensiv entscheidende Momente fand.
Für Gladbach verschärft sich die Lage dagegen deutlich. Fünf Niederlagen zum Saisonstart und 17 Gegentore verweisen nicht nur auf ein Ergebnisproblem, sondern auch auf defensive Instabilität. Alexander Blessin muss nach seinem misslungenen Debüt kurzfristig Lösungen für eine Mannschaft finden, die bereits unter mehreren Trainern keine Konstanz entwickelt hat.
Sport und Sicherheitsfragen
Die Ausschreitungen im Gästeblock überlagern den sportlichen Ausgang. Leuchtraketen in Richtung Kölner Zuschauerränge führten zu einer Unterbrechung und dürften neben möglichen vereinsinternen Konsequenzen auch eine Bewertung durch die zuständigen Verbände nach sich ziehen. Für Besucher künftiger Derbys bleibt entscheidend, wie Vereine und Sicherheitsbehörden die Trennung der Fanlager und den Umgang mit Pyrotechnik organisieren.
Hinzu kommt Kölns Verletzungssorge: Nach dem Kreuzbandriss von Thijs Dallinga musste auch Ellyes Skhiri ins Krankenhaus. Eine längere Ausfallzeit würde die personellen Optionen des FC weiter einschränken, obwohl der Sieg sportlich zunächst Stabilität bringt.

