MilitÀr, Immobilien

Konversionsstopp: Bund verweigert EntschĂ€digung fĂŒr Planungen

Veröffentlicht am: 05.03.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Kommunen, die bereits Geld fĂŒr Planungen fĂŒr eine Nachnutzung ehemals militĂ€risch genutzter FlĂ€chen ausgegeben haben, erhalten vom Bund nach dem Stopp solcher Projekte keine EntschĂ€digung.Das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet ĂŒber ein entsprechendes Schreiben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) an die Linken-Bundestagsabgeordnete Katalin Gennburg.

MilitÀrischer Sicherheitsbereich (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
MilitÀrischer Sicherheitsbereich (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Darin heißt es: "Soweit sich wegen der Bedarfe der Bundeswehr stĂ€dtebauliche Überlegungen und planerische Anstrengungen der StĂ€dte und Gemeinden im Rahmen der Konversion einzelner Areale nun vorerst nicht mehr realisieren lassen, gibt es fĂŒr EntschĂ€digungsleistungen keinen rechtlichen Anspruch."

Gennburg hatte den Minister gefragt, wie das Verteidigungsministerium in FĂ€llen vorgehen werde, in denen Kommunen oder Private "aufgrund behördlicher Zusagen oder laufender Konversionsprozesse bereits erhebliche Aufwendungen getĂ€tigt haben". Pistorius verweist in seinem Brief auf "strukturpolitische Chancen" einer Wiedernutzung militĂ€rischer Areale durch die Bundeswehr: Die Kommunen wĂŒrden von einer RĂŒckkehr des MilitĂ€rs auf die FlĂ€chen sogar profitieren. Zudem sei die Bundeswehr bestrebt, "konsensuale Lösungen mit den betroffenen StĂ€dten und Gemeinden zu finden".

Die Linken lehnen "die militÀrische Mobilmachung der Bundesliegenschaften entschieden ab und fordern stattdessen die zivile Nutzung der alten Kasernen und MilitÀrgelÀnde", sagte die Bundestagsabgeordnete Gennburg dem RND. "Wohnungsbau- und Stadtplanungsprozesse auf diesen KonversionsflÀchen haben unseren Kommunen in den vergangenen Jahrzehnten viel Kraft, Geld und KreativitÀt abverlangt, und es kann nicht sein, dass die Bundesregierung das einfach zunichte macht und alle PlÀne beerdigt - und zwar im Zweifel entschÀdigungslos", meinte Gennburg.

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