Sozialleistungsmissbrauch, GĂŒnter Krings

Krings fordert hÀrtere Schritte gegen Sozialleistungsmissbrauch

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 10:53 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

GĂŒnter Krings verlangt nach dem neuen Aktionsplan weitere Schritte gegen Sozialleistungsmissbrauch. Im Fokus stehen ein umfassender Datenaustausch, strengere Regeln fĂŒr gesuchte Personen und hĂ€rtere Kontrollen bei ausreisepflichtigen Untergetauchten.

Krings fordert hÀrtere Schritte gegen Sozialleistungsmissbrauch
GĂŒnter Krings (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Unionsfraktionsvize GĂŒnter Krings hat nach der Vorlage des Zehn-Punkte-Plans gegen Sozialleistungsmissbrauch weitere Forderungen an die Bundesregierung gerichtet. Er verlangt unter anderem einen umfassenden Datenaustausch zwischen den relevanten Behörden und strengere Regeln fĂŒr Menschen, die untergetaucht sind.

Krings verlangt schÀrfere Kontrollen

Krings sagte der "Rheinischen Post", Sozialbetrug sei nicht nur Betrug am Staat, sondern vor allem am Steuerzahler. Der CDU-Politiker betonte, man dĂŒrfe nicht nur auf FĂ€lle schauen, in denen Migranten ausgebeutet werden, sondern auch dort, wo deutsche oder auslĂ€ndische SozialhilfeempfĂ€nger betrĂŒgen.

Nach seinen Worten sei ein umfassender Datenaustausch unter allen relevanten Behörden ĂŒberfĂ€llig. Außerdem forderte er den Ausschluss von verurteilten GrundsicherungsempfĂ€ngern, die sich dem Haftantritt entziehen.

Leistungen nur noch persönlich

Schon vor einer rechtskrÀftigen Verurteilung sollten Menschen, die per Haftbefehl gesucht werden und untergetaucht sind, Sozialleistungen aus seiner Sicht nicht mehr unverÀndert erhalten. Stattdessen sollten sie diese nur noch persönlich und in Abstimmung mit den Justizbehörden in Empfang nehmen können.

Dasselbe solle fĂŒr ausreisepflichtige Personen gelten, die untergetaucht sind. Krings forderte, staatliche UnterstĂŒtzung in solchen FĂ€llen persönlich bei den AuslĂ€nderbehörden abholen zu lassen.

Die Forderungen von GĂŒnter Krings bauen auf dem von der Bundesregierung vorgelegten Zehn-Punkte-Plan gegen Sozialleistungsmissbrauch auf und schieben die Debatte in Richtung einer hĂ€rteren Durchsetzung bereits bestehender Regeln. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage, wie Betrug schneller erkannt wird, sondern auch, wie Behörden Informationen austauschen und Leistungen an bestimmte Gruppen nur noch unter engerer Kontrolle auszahlen können.

Politisch passt das Thema in die seit Jahren gefĂŒhrte Auseinandersetzung ĂŒber Missbrauch von Sozialleistungen, Datenaustausch zwischen Behörden und die Vollstreckung staatlicher Maßnahmen gegen Menschen, die sich dem Zugriff der Justiz oder der AuslĂ€nderbehörden entziehen. Krings greift dabei einen klassischen unionspolitischen Schwerpunkt auf: Der Staat soll nach seinem VerstĂ€ndnis Leistungen stĂ€rker an rechtsstaatliche Mitwirkung knĂŒpfen und Instrumente gegen Untertauchen und Vollstreckungsflucht verschĂ€rfen.

Behörden, Daten und Vollzug

Besonders relevant ist die von Krings geforderte engere Verzahnung von Sozial-, Justiz- und AuslĂ€nderbehörden. Ein umfassender Datenaustausch wĂŒrde die Kontrolle erleichtern, berĂŒhrt aber zugleich die praktische Frage, wie Verwaltung, Datenschutz und Vollzug in der FlĂ€che zusammenkommen. FĂŒr Betroffene könnte das bedeuten, dass LeistungszugĂ€nge stĂ€rker an persönliche Vorsprache und laufende StatusprĂŒfungen gebunden werden.

Politische Wirkung

FĂŒr die Bundesregierung erhöht die Debatte den Druck, den Aktionsplan nicht nur als Signal, sondern als operatives Paket mit klaren ZustĂ€ndigkeiten umzusetzen. Sollte der Vorschlag in dieser Richtung weiterverfolgt werden, dĂŒrfte die Auseinandersetzung zwischen schĂ€rferer Kontrolle und rechtsstaatlichen Grenzen der Leistungsverwaltung noch an SchĂ€rfe gewinnen.

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