FDP-Fraktion, Klimaschutz-Regelungen

FDP-Fraktion will Ende deutscher Klimaschutz-Regelungen

06.11.2024 - 11:55:06 | dts-nachrichtenagentur.de

Kurz vor dem Koalitionsausschuss am Mittwoch fordert die FDP-Bundestagsfraktion ein Ende deutscher Klimaschutz-Regelungen.

Hochwasser-Warnung (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Es gelte, "sĂ€mtliche Regelungen auf den PrĂŒfstand zu stellen und möglichst abzuschaffen, die lediglich hohe Kosten verursachen, ohne tatsĂ€chlich zum Klimaschutz beizutragen", schreibt Fraktionsvize Lukas Köhler in einem Gastbeitrag fĂŒr das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Darunter falle auch das deutsche Ziel der KlimaneutralitĂ€t bis 2045, das im Kontext des europĂ€ischen Ziels der KlimaneutralitĂ€t bis 2050 keinen zusĂ€tzlichen Klimaschutz bewirken könne, die deutsche Wirtschaft aber laut einer Fraunhofer-Studie mit etwa einer Billion Euro zusĂ€tzlich belasten könnte, so Köhler. Das deutsche Klimaziel zur Erreichung von KlimaneutralitĂ€t wurde 2021 aufgrund eines Urteils den Bundesverfassungsgerichts von 2050 auf 2045 vorgezogen, weil das deutsche CO2-Budget nach den damaligen Berechnungen nicht bis 2050 ausreichte. Aktualisierte Berechnungen des von Karlsruhe zitierten SachverstĂ€ndigenrats fĂŒr Umweltfragen zeigen, dass das CO2-Budget bei einer linearen CO2-Einsparung mittlerweile nur noch bis 2037 ausreicht. Die FDP-Fraktion will offenbar dennoch die KlimaschutzbemĂŒhungen verringern.

"Angesichts der erheblichen Investitionen, die der Klimaschutz der europĂ€ischen Industrie ohnehin bereits abverlangt, ist das keineswegs eine Lappalie", schreibt Köhler. Denn jede unnötige Zusatzbelastung könne die WettbewerbsfĂ€higkeit und schließlich die Innovationskraft unserer Unternehmen maßgeblich schwĂ€chen. "Die Folgen wĂ€ren auch fĂŒr den Klimaschutz fatal, denn letztlich sind es ja gerade die technologischen Innovationen, auf die es dabei ankommt." Sehr viel sinnvoller wĂ€re daher eine noch stĂ€rkere Harmonisierung der deutschen und europĂ€ischen Klimapolitik und die RĂŒckkehr Deutschlands zum einheitlichen EU-Ziel der KlimaneutralitĂ€t bis 2050, schrieb Köhler. Teil der europĂ€ischen KlimaschutzbemĂŒhungen ist der sogenannte "Effort Sharing"-Mechanismus. Darin werden den Mitgliedsstaaten abhĂ€ngig von der Wirtschaftskraft und der BevölkerungsgrĂ¶ĂŸe CO2-Einsparziele fĂŒr bestimmte Sektoren vorgegeben. ErklĂ€rtes Ziel ist ein Wettbewerb um mehr Klimaschutz zwischen den EU-Staaten. Schafft ein Land seine Ziele nicht, kann es Emissionszertifikate von anderen EU-LĂ€ndern kaufen oder teure Strafzahlungen an die EU-Kommission hinnehmen.

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